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Kahlschlag : Aldi Süd kündigt 580 Beschäftigten

  • Aktualisiert am

Logo des Discounter-Riesen Aldi-Süd Bild: dpa

Wegen des gewachsenen Angebots an Frischeprodukten seien die Standorte in Mülheim an der Ruhr und im mittelfränkischen Roth nicht mehr zeitgemäß, teilte Aldi Süd mit. Nun werden sie innerhalb von zwei Monaten aufgelöst.

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          Böse Weihnachtsüberraschung für Hunderte Aldi-Süd-Mitarbeiter: Der Discounter löst in den nächsten Monaten zwei seiner 30 Regionalgesellschaften auf. Den rund 580 Beschäftigen in den Niederlassungen in Mülheim an der Ruhr und im mittelfränkischen Roth werde deshalb gekündigt, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Doch will Aldi versuchen, allen Betroffenen Ersatzarbeitsplätze im Konzern anzubieten.

          „Das ist kein Lippenbekenntnis. Das haben wir vor“, sagte der Sprecher. Zuvor hatten unter anderem die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ und die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet. Die Filialen der beiden Regionalgesellschaften sollen auf die umliegenden Niederlassungen verteilt werden. Durch den Schritt will Aldi seine Logistikstrukturen verbessern.

          Keine Veränderung für die Kunden

          Die beiden Standorte in Mühlheim und Roth seien angesichts der vergrößerten Sortimente des Discounters und des gewachsenen Angebots an Frischeprodukten wie Obst und Gemüse nicht mehr zeitgemäß, sagte der Sprecher. Hier wären erhebliche Investitionen notwendig. Dies sei betriebswirtschaftlich aber nicht sinnvoll.

          „Nach gewissenhafter Abwägung aller Kriterien hat Aldi Süd feststellen müssen, dass es für die Unternehmensgruppe wirtschaftlicher ist, den Betrieb der Regionalgesellschaften in Mülheim und Roth zum 30. April 2020 einzustellen“, hieß es vom Unternehmen.

          Die zu Mülheim und Roth gehörenden Filialen und Mitarbeiter im Verkauf seien von der Auflösung der Regionalgesellschaften nicht betroffen, die Filialen würden von den umliegenden Gesellschaften übernommen und weiterbetrieben. Für die Kunden gebe es keine Veränderungen. Die Schließung weiterer Regionalgesellschaften sei nicht geplant.

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