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Geänderte Rechnungslegung : Airbus veröffentlicht unfreiwillig Höhe seiner Flugzeug-Rabatte

  • Aktualisiert am

Wie viel Rabatt gewähren diese Herren von Airbus und Bombardier? Bild: EPA

Es war ein offenes Geheimnis, dass Flugzeuge mit hohen Rabatten auf den Listenpreis verkauft werden. Airbus musste jetzt seine Rechnungslegung ändern – und damit offenbaren, wie hoch seine Rabatte sind.

          Airbus hat mit einem Hinweis auf die Höhe der Preisnachlässe für seine Kunden ein offenes Branchengeheimnis unfreiwillig bestätigt. Flugzeuge werden im Durchschnitt mit rund 50 Prozent Rabatt auf den Listenpreis verkauft.

          Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Jahresbilanz des europäischen Flugzeugherstellers hervorgeht. Ablesen lässt sich das aus Zahlen zum Auftragsbestand, den der Boeing-Rivale nach neuen Rechnungslegungsvorschriften anders bewerten muss als bisher.

          Marktpreise anstelle von Listenpreisen

          Während früher Listenpreise zugrundegelegt wurden, muss Airbus den Wert der Aufträge nun auf der Basis von Marktpreisen angeben. Für 2018 steht der Auftragsbestand nach Marktpreisen mit 460 Milliarden Euro in der Bilanz.

          Das ist halb so viel wie ein Jahr zuvor, als sich die Aufträge nach Listenpreisen auf 997 Milliarden Euro summierten. Weil sich Neubestellungen und Auslieferungen seitdem in etwa die Waage hielten, sind beide Zahlen Branchenexperten zufolge grob vergleichbar.

          Das größte Flugzeug der Welt, der A380, steht beispielsweise mit 446 Millionen Dollar in der Airbus-Preisliste, die nach den Branchengepflogenheiten in der amerikanischen Währung geführt wird. Doch trotz der offensichtlich hohen Rabatte ist die Nachfrage nach dem Riesenflieger mit seinen 544 Sitzplätzen so gering, dass Airbus ihn aus dem Programm nimmt.

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