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Airbus : Das Problem mit den Triebwerken

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Steht ohne Triebwerke da: Der Airbus A320neo. Bild: Airbus

Zwölf Prozent weniger Umsatz – das lässt eine Ohrfeige für Airbus-Chef Enders erwarten. Für den Grund des Rückgangs kann er aber nur wenig.

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          Probleme mit den neuen Triebwerken für das Kurzstreckenflugzeug A320neo haben Airbus einen holprigen Start ins Jahr beschert. Die Lieferengpässe ließen den Umsatz von Januar bis März um zwölf Prozent auf 10,1 Milliarden Euro einbrechen, wie der europäische Flugzeugbauer am Freitag im französischen Toulouse mitteilte. Die Triebwerkshersteller Pratt & Whitney und CFM konnten wegen technischer Probleme zeitweise keine Aggregate nicht liefern. Dutzende neue Flugzeuge standen auf Halde.

          Airbus ist noch zuversichtlich, den Rückstand bis zum Jahresende aufzuholen und 2018 rund 800 Verkehrsflugzeuge auszuliefern. Im ersten Quartal waren es nur 121, das waren 15 weniger als ein Jahr zuvor. „Damit bleibt für die zweite Jahreshälfte viel zu tun“, sagte Vorstandschef Tom Enders, der Airbus Anfang 2019 verlassen wird.

          Enders bekräftigt Prognose

          „Diese Situation stellt uns alle vor Herausforderungen“, räumte Enders ein. "Aber angesichts positiver Einschätzungen der Triebwerkslieferanten und ihrer Fähigkeit, Zusagen einzuhalten, können wir unsere Jahresprognose jedoch bestätigen." Airbus peilt für 2018 ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 5,2 Milliarden Euro an, auf vergleichbarer Basis 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

          Im ersten Quartal hielt sich der Flugzeugbauer mit 14 Millionen Euro nur knapp in der Gewinnzone, übertraf damit aber die Erwartungen der Experten. „Wir wussten, dass das erste Quartal grausig wird – und so ist es“, schrieb Jefferies-Analyst Sandy Morris. Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Verlust von 19 Millionen Euro verzeichnet.

          Der A320 und das Langstreckenflugzeug A330 sind die größten Umsatz- und Gewinnbringer von Airbus. Beide haben neuartige und kraftstoffsparende Triebwerke bekommen, die aber offenbar unter Kinderkrankheiten leiden. Ein Teil der Turbofan-Triebwerke von Pratt & Whitney wird bei MTU Aero Engines in München gebaut. Während Enders die Produktion des A320 rasch hochfahren will, nahm er am Freitag die Ziele für die Auslieferungen des A330 zurück. Im nächsten Jahr sollen nur 50 der Maschinen mit 250 bis 300 Sitzen produziert werden, die der Boeing 787 Konkurrenz machen sollen. 2017 hatte Airbus noch 67 ausgeliefert. Womöglich könnten stattdessen mehr
          A350 verkauft werden, schrieb Morris. Im ersten Quartal gingen 95 A320 und acht A330 an die Kunden.

          Beim Verkaufsschlager A320 prüft Airbus, die Produktion schneller hochzufahren als bisher geplant. Bis 2019 könnten 63 pro Monat ausgeliefert werden, zurzeit sind es 55. Später peilt Airbus einem Insider zufolge sogar 75 pro Monat an, Enders selbst hatte zuletzt von 70 gesprochen. Doch Zulieferer wie die französische Safran, die zum CFM-Konsortium gehört, das die Hälfte der A320-Triebwerke baut, halten es für fraglich, dass sie mit dem Tempo mithalten können.

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