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Kommentar : Störfall A400M

Testflug eines Airbus A400M Bild: dpa

Airbus kämpft mit seinem Militärflugzeug A400M, das einfach nicht fliegen will. Die Fehlerliste des Sorgenkindes seit dem Programmstart ist einfach zu lang.

          Ein Flugzeug zu erfinden, ist nichts. Es zu bauen, ein Anfang. Fliegen, das ist alles“. Diese Worte, die dem Flugpionier Otto Lilienthal in den Mund gelegt wurden, sollte sich Airbus in großen Lettern in die Fabriken hängen. Der Militärtransporter A400M ist seit dem Erstflug Ende 2009 zwar am Himmel unterwegs, doch technische Pannen zwingen ihn immer wieder auf den Boden, und sei es nur, wie jetzt wieder, für verschärfte Kontrollen.

          Der tödliche Absturz einer A400M-Testmaschine ist noch nicht mal ein Jahr alt, da sind am Herzstück der Triebwerke neue Mängel bekannt geworden. Sie entstanden zwar offenbar bei einem Komponentenlieferanten des Triebwerks-Konsortiums EPI, doch Airbus muss als Gesamtverantwortlicher zu Recht dafür gerade stehen. Die Fehlerliste seit dem Programmstart des A400M vor dreizehn Jahren ist einfach zu lang, als dass der Hersteller noch viel Verständnis erwarten kann.

          Der Hinweis auf andere Pannenflieger zieht nicht mehr. Dass sich kürzlich bei der Royal Air Force ein Triebwerk im Flug einfach abstellte, ist beunruhigend, auch wenn die europäischen Behörden deshalb der Maschine keinen Flugstopp verordnen wollen. Die Militärs brauchen den Transporter eben dringend. Ihre Regierungen beschlossen vor vielen Jahren den Bau eines eigenen europäischen Modells. Daher gilt: mitgefangen, mitgehangen.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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