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Lange Flugreisen : Fluggesellschaft will Stockbetten für Economy Class anbieten

Ein Air New Zealand-Flugzeug auf dem Weg nach Los Angeles Bild: Picture-Alliance

Air New Zealand will auf der Superlangstrecke bislang unbekannten Luxus bieten: Künftig sollen sich auch Economy-Passagieren hinlegen können. Das Konzept erinnert an Jugendherbergen.

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          Als erste Fluggesellschaft weltweit prüft Air New Zealand, Economy-Passagieren auf sehr langen Strecken künftig Liegen anzubieten. Wie in der Jugendherberge sollen drei von ihnen jeweils übereinander montiert sein, sechs von ihnen bilden einen engen Raum. Air New Zealand hat drei Jahre an dem Konzept gefeilt und will Mitte des Jahres über den Einbau entscheiden. Angedacht ist, die Liegen auf der Langstrecke zwischen Auckland und New York einzusetzen. Sie soll ab Oktober aufgenommen werden. Die Flugzeit wird fast 18 Stunden betragen. Dabei sollen Passagiere die Möglichkeit bekommen, einen Teil der Reisezeit auf den Stapelbetten zu verbringen – die allerdings wohl zusätzlich gebucht werden muss.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          „Economy-Reisende leiden auf den Langstrecken darunter, sich nicht ausstrecken zu können. Die Entwicklung des Skynest ist die direkte Antwort auf diese Herausforderung“, warb Marketing-Chef Mike Tod für das Konzept. Konkurrenten wie die australische Qantas Airways, die ebenfalls an der Superlangstrecke nach Amerika und Europa arbeitet, hatte in aufwendigen Testflügen mit Passagieren ihr eigenes Konzept geprüft.

          Die Australier bieten allerdings nur Sitze, empfehlen dafür ein Dehnprogramm und bieten an die lange Flugzeit angepasste Mahlzeiten. Die – bei Qantas traditionell engen – Sitze für die Flüge zwischen Sydney und New York und Sydney und London ab 2023 sollen gerade mal 3 Zentimeter mehr Raum bieten.

          Die Neuseeländer hingegen versprechen Pritschen von mehr als zwei Meter Länge und 58 Zentimeter Breite mit Kissen und Decken hinter einem Vorhang. Auf ihnen sollen auch die Mannschaften ruhen, wenn die Fluggäste sie nicht nutzen. Die Fluggesellschaft will sich die Liegeräume durch Patente und Handelsmarken schützen lassen. Über die Höhe der Preise für die Tickets ist bislang noch nichts bekannt.

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