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Insolvenzverfahren : „Air Berlin“-Marke ist doch noch nicht zu haben

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Im Büro mit dem Insolvenzverwalter von Air Berlin, Lucas Flöther. Bild: dpa

Alles muss raus bei der insolventen Air Berlin – aber der Markenname bleibt vorerst tabu. Einige andere attraktive Marken und Domains sind noch zu haben.

          Vor einigen Monaten stellte die einst zweitgrößte deutsche Airline die Rechte für die Marke „Air Berlin“ zum Verkauf – jetzt liegt der Plan erst einmal auf Eis. Sowohl die Markenrechte als auch die Domain „airberlin.de“ sollen nun doch erst zu einem späteren Zeitpunkt veräußert werden, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther der Deutschen Presse-Agentur sagte.

          Das habe einen einfachen Grund: Mehr als 1,3 Millionen Gläubiger müssten betreut werden. Die meisten von ihnen sind Passagiere. Für sie sei unter anderem eine Internetseite als Anlaufstelle eingerichtet worden, die den Markennamen nutze. Daher habe er gemeinsam mit dem Gläubigerausschuss entschieden, die Marke erst später zu verkaufen. Mitte Februar hatte Flöther bekannt gegeben, Angebote für zahlreiche Begriffe und Wortmarken anzunehmen – darunter auch für „Air Berlin“.

          Noch 60 Mitarbeiter

          Die ehemals zweitgrößte deutsche Fluglinie hatte vor gut einem Jahr Insolvenz angemeldet. Mehrere Unternehmensteile samt wertvoller Start- und Landerechte wurden etwa an Lufthansa, Easyjet oder den Gründer der späteren Air-Berlin-Tochter Niki, Niki Lauda, verkauft. Derzeit arbeiten noch gut 60 der 8000 Beschäftigten des Konzerns bei Air Berlin. In den nächsten Jahren wird die Fluggesellschaft abgewickelt. Insolvenzverwalter Flöther muss dabei unter anderem auch möglichst Viel zu Geld machen, um die Gläubigerforderungen zu befriedigen.

          Neben dem Inventar, das bereits größtenteils versteigert wurde, stehen auch geschützte Begriffe und Wortmarken zum Verkauf. Die Airline habe Tausende Domains und Markenrechte im Katalog, sagte Flöther. Darunter seien etwa „LTU“, „airduesseldorf“ oder Internetadressen wie „mallorcashuttle.de“.

          Erste Namen seien auch bereits erfolgreich verkauft worden, hieß es. Um welche Marken es sich handelt, wer die neuen Besitzer sind und welche Kaufpreise sie gezahlt haben, wollte Flöther mit Verweis auf vereinbartes Stillschweigen nicht sagen.

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