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Gewerkschaften beklagen sich : Lohndrücker-Vorwürfe gegen die Post

Viel Arbeit und Sorgen über Lohndumping für die Mitarbeiter im Brandenburger Paketzentrum. Bild: dpa

Mitten im Weihnachtsstress gibt es bei der Deutschen Post Ärger über die Gehälter und Arbeitsbedingungen. Die Vorwürfe sind Lohndrückerei und Erpressung.

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          In der Woche vor Weihnachten haben die Briefträger alle Hände voll zu tun  - doch bei der Deutschen Post gibt es Unfrieden über Gehälter und Arbeitsbedingungen. Die Tarifrunde hat zwar noch nicht begonnen, doch schon werfen Betriebsräte und Gewerkschaftsvertreter dem Konzern nach Angaben der F.A.Z. Lohndrückerei, Erpressung und eine Spaltung der Belegschaft vor.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Es geht um die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft. „Ziel dieser neuen Firma ist es, dort künftig alle befristeten Mitarbeiter unterzubringen“, heißt es laut F.A.Z. in einer Betriebsratsinfo: „Das könnte dann mit neuen Arbeitsverträgen, mit verschlechterten Löhnen und Arbeitsbedingungen geschehen.“

          Der Betriebsrat drohte Widerstand und Streiks an. „Mit der Gründung derDHL Delivery GmbH schafft die Deutsche Post bereits im Vorfeld der Tarifrunde Fakten und erhöht damit den Druck auf die Gewerkschaften“, sagte Volker Geyer, der Vorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPV. Die Post beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit 14.700 Arbeitskräfte mit zeitlich befristeten Verträgen. Das ist knapp ein Zehntel der Gesamtbelegschaft in der Brief- und Paketsparte.

          Zu den Vorwürfen und den Motiven für die Gründung der neuen Tochtergesellschaft gab sich die Post extrem schmallippig. „Die Gestaltung der innerbetrieblichen Organisation unseres Unternehmens kommentieren wir nicht in der Öffentlichkeit“, sagte ein Konzernsprecher der F.A.Z.

          Der Streit um die Beschäftigten mit befristeten Verträgen hatte schon zu Beginn der Adventszeit hohe Wellen geschlagen. Mit Betriebsversammlungen in den Paketzentren hatte die Gewerkschaft Verdi vor dem Nikolaustag versucht, die Zustellung zu behindern. Arbeit sei genug da, es gebe keinen Grund, den Beschäftigten einen ordentlichen Arbeitsplatz vorzuenthalten, kritisieren die Gewerkschaften.

          Die Deutsche Post verweist dagegen immer wieder auf den hohen Lohnabstand zu ihren Wettbewerbern: Sie zahle doppelt so viel wie andere Brief- und Paketdienste, sagte der für die Sparte PEP (Post-eCommerce-Parcel) verantwortliche Vorstand Jürgen Gerdes.

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