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Für 2,1 Milliarden Euro : Adidas wird Sorgenmarke Reebok endlich los

Adidas und Reebok gehen künftig getrennte Wege. Bild: Imago

Der Kaufpreis für Reebok fällt deutlich höher als erwartet aus. Die Aktie steigt, die Adidas-Aktionäre sollen eine Sonderausschüttung erhalten. Dem Käufer gehören viele weitere bekannte Marken.

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          Der Sportartikelkonzern Adidas kann das unrühmliche, sich über 15 Jahre hinziehende Kapitel Reebok mit einem Happy Ende schließen. Die Drei-Streifen-Marke aus Herzogenaurach verkauft die amerikanische Marke für 2,1 Milliarden Euro an den US-Mischkonzern Authentic Brands Group (ABG), der mittlerweile mehr als 30 Mode-, Sport- und Fitnessmarken zusammengekauft hat. Das gab das Dax-Unternehmen eine Viertelstunde vor Börsenschluss am Donnerstag bekannt. In den letzten Handelsminuten stieg der Aktienkurs um bis zu 2,5 Prozent.

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Denn der vereinbarte Gesamtverkaufspreis fällt deutlich höher aus als erwartet. Nach dem im Februar gestarteten Verkaufsprozess wurde immer wieder über einen Preis von rund 1 Milliarde Euro spekuliert. Nun aber kann Adidas einen hohen Buchgewinn und damit einen außerordentlichen Gewinn von bis zu 1,3 Milliarden Euro einfahren, wenn die Transaktion im ersten Quartal 2022 vollzogen ist. Adidas kündigte an, den größten Teil des Verkaufspreises an die Aktionäre auszuschütten – wohl in Form einer Bonus-Dividende. Den Hauptteil zahlt Authentic Brands mit Vollzug, weitere Raten hängen vom späteren Erfolg von Reebok ab.

          Reebok war ein Verlustgeschäft

          Die 2006 teuer erworbene Marke Reebok stand zuletzt nur noch mit einem Wert von 757 Millionen Euro in den Büchern. Über den Gesamtzeitraum betrachtet war es dennoch ein Verlustgeschäft. Die US-Marke wurde für 3,8 Milliarden Dollar oder damals etwa 3,1 Milliarden Euro erworben. Zwischenzeitlich wurden Teile verkauft, die 0,4 Milliarden Euro einbrachten. Die Verkaufserlöse summieren somit auf 2,5 Milliarden Euro.

          Die Authentic Brands Group, die den Gang an die New Yorker Börse beantragt hat, verfügt über ein breites Portfolio. Dazu gehören Marken wie Brooks Brothers, Forever 21 und Sports Illustrated. Adidas betonte, dass die nächstes Jahr erfolgende Transaktion keine Auswirkungen auf den Finanzausblick für das aktuelle Geschäftsjahr 2021 hat, ebenso wenig auf die im März angekündigten Finanzziele im Zuge der Fünfjahresstrategie bis 2025. Reebok ist darin nicht mehr berücksichtigt gewesen.

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