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Kasper Rorsted Bild: dpa

F.A.S. exklusiv : Adidas-Chef plädiert für mehr Nähe zu Russland

Im F.A.S.-Interview fordert Kasper Rorsted eine Annäherung des Westens an Russlands Präsident Putin. Der Adidas-Chef glaubt, dass das Land eine tolle Fußball-WM ausrichten werde – auch, weil die meisten Fans keine Meinung zur dortigen Politik hätten.

          Adidas-Chef Kasper Rorsted fordert einen Kurswechsel der Politik mit Russland. „Wir müssen eine Lösung für das angespannte Verhältnis zu Russland finden“, sagte der Manager in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Rorsted wörtlich: „Wer glaubt, wir bestrafen mit Sanktionen nur Russland, der irrt. Auch im Westen sind viele Arbeitsplätze dadurch verloren gegangen. Den Effekt unterschlägt die Politik nur gerne.“ Er plädiere deshalb dafür, das Verhältnis zu Russland in Ordnung zu bringen: „Wir können uns nicht auf Jahre feindselig gegenüber stehen.“

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Schuld an dem Konflikt mit dem Westen liegt nach Ansicht des Adidas-Chefs nicht ausschließlich in Moskau: „Wladimir Putin hat vor zehn Jahren gesagt, wir brauchen einen freien Markt von Portugal bis Moskau. Man muss nicht alles gut heißen, was Präsident Putin macht, aber es ist im Interesse Europas, dass wir eine Annäherung mit Russland zustande bringen.“

          Angesichts der diversen Krisen und Konflikte in der Welt, rät der Konzernchef Europas Politikern, nach ein paar Verbündeten zu schauen, „statt mit jedem auf dem Globus Streit zu suchen“.  Dabei offenbart Rorsted seine Sympathie für Putins Riesenreich: „Ich kenne Russland seit Jahren, habe eine Affinität dazu: Ich mag das Land, ich mag die Menschen dort, und ich finde: Kulturell liegen die Russen Europa viel näher als andere.“

          Die Fußball-WM in Russland werde eine tolle Sache, prognostiziert der Adidas-Chef. „Die WM 2018 wird ein gelungener Event, wir werden eine sehr gut organisierte Weltmeisterschaft in Russland erleben.“ Er habe volles Vertrauen in die organisatorischen Fähigkeiten der Russen, sagt der aus Dänemark stammende Manager Rorsted: „Das haben sie beim Testlauf mit dem Confed-Cup bewiesen. Da fallen mir etliche andere Staaten ein, denen ich solch eine Großveranstaltung weniger zutrauen würde.“

          Die Fußball-Fans in aller Welt stören sich nicht an Präsident Putin und den ihm zur Last gelegten Menschenrechtsverletzungen, glaubt der Adidas-Chef: „Der Großteil der Fans freut sich auf Fußball, die haben keine Meinung zu Putin und zur großen Politik. Das gilt für das Publikum in Deutschland wie überall. Ich warne vor moralischem Hochmut und einem vorschnellen Urteil!“

          Das vollständige Interview lesen Sie ab 20 Uhr im E-Paper sowie in der gedruckten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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