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Adidas-Chef Rorsted : „Wir machen nur in drei Ländern Geschäft“

Adidas-Chef Kasper Rorsted auf dem Unternehmensgelände in Herzogenaurach Bild: Tobias Schmitt

Adidas ist wegen des Mietenstopps ins Visier der Regierung geraten. Vorstandschef Kasper Rorsted bemängelt eine Debatte auf Basis falscher Fakten. Die Lage sei auch für ihn ernst.

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          Herr Rorsted, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Adidas – unterstützt durch Bundesjustizministerien Christine Lambrecht (SPD) – scharf kritisiert. Er bezeichnet es „als völlig inakzeptable Botschaft“, die Mietzahlungen für die eigenen Läden einfach auszusetzen, die wegen der Corona-Pandemie vor zwei Wochen schließen mussten. Puma, Deichmann oder Hennes&Mauritz haben das auch getan. Was entgegnen Sie?

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Ich gehe davon aus, Herr Scheuer hat diese Aussage gemacht, ohne alle Fakten zu kennen. Deswegen würde ich hier gerne klarstellen: Es geht nicht darum, die Miete für den April nicht zu bezahlen. Es geht um eine Stundung. Wir sind dazu mit den betreffenden Vermietern in engem Austausch. Und um es genauso deutlich zu sagen: Wir reden nicht über den kleinen Sporthändler an der Ecke, wir reden ausschließlich über unsere eigenen Läden, die wir selbst betreiben. Dort sind unsere Vermieter in der Regel große Immobilienvermarkter und Versicherungsfonds, sie haben für diese Maßnahme überwiegend Verständnis gezeigt. Nur im Ausnahmefall sind unsere Vermieter Privatpersonen – genau genommen sind es vier. Sie werden ihre April-Miete wie gewohnt erhalten. Wir sind uns unserer Verantwortung durchaus bewusst.

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