https://www.faz.net/-gqe-ac55z

Der Adidas-Chef im Gespräch : „Es wird zu viel Geld im Fußball ausgegeben“

Adidas-Chef Kasper Rorsted Bild: dpa

Kurz vor der Europameisterschaft spricht Adidas-Chef Kasper Rorsted über die Bedeutung der Spiele und gedeckelte Sponsorenverträge. Und er verrät, warum es nach der Pandemie einen Politikwechsel in Deutschland braucht.

          8 Min.

          Herr Rorsted, die Fußball-Europameisterschaft beginnt in gut zwei Wochen. Sind Sie schon aufgeregt?

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.
          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Ja, und wie. Nicht nur als Sportfan und Fußballbegeisterter. Wir kehren damit zu einer gewissen Normalität zurück. Es sind ja nicht nur die Spiele, Fußballstadien mit Zuschauern oder der Auftritt der deutschen Nationalmannschaft. Mir ist genauso wichtig, dass damit hoffentlich der Amateursport wieder einen festen Platz in unserem Alltag bekommt. Das wird die Stimmung im Land enorm heben.

          Sie sehen die EM als Wendepunkt zum Besseren?

          Die EM ist das erste große Ereignis, das die Fußballfans begeistern wird. Einen Vorgeschmack haben wir ja schon im letzten Bundesligaspiel von Union Berlin gegen RB Leipzig bekommen, als Tausende Zuschauer in der Alten Försterei dabei waren. Menschen kommen zusammen, tragen ihr Fantrikot – auch wenn wir bislang noch nicht so viele zur EM verkaufen konnten wie üblich. Ich bin überzeugt, dass die Begeisterung und die Leidenschaft nach so langer Zeit der Enthaltsamkeit größer sein wird als vor Corona.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Norbert Walter-Borjans am Montag in Berlin

          Wer bildet die Regierung? : Die SPD lockt die Liberalen mit Drohungen

          Die Führung der SPD sucht mit merkwürdigen Methoden nach einem Partner. Gegenüber der FDP und ihrem Vorsitzenden wird sie geradezu beleidigend. Deren Vorstellungen seien „Voodoo-Ökonomie“, sagt Norbert Walter-Borjans.