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F.A.Z. exklusiv : ADAC trotz Rekordmitgliederzahl mit Jahresfehlbetrag

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„Die Menschen vertrauen dem ADAC wieder.“ Bild: obs

Trotz Vertrauenskrise: Noch nie hatte der Automobilklub so viele Mitglieder wie derzeit. 19,7 Millionen Autofahrer sind dem Verein beigetreten. Ein finanzielles Problem hat der ADAC trotzdem.

          Drei Jahre nach seiner Vertrauenskrise ist der ADAC so gefragt wie nie. Ende Februar zählte der Autofahrerklub 19,7 Millionen Mitglieder, 456.000 mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie in der 114 Jahre währenden Vereinshistorie. Präsident August Markl hat dafür eine einfache Erklärung: „Die Menschen vertrauen dem ADAC wieder“.

          Trotz der hohen Mitgliederbeträge von mehr als 1,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr wird der ADAC einen Jahresfehlbetrag von 26 Millionen Euro ausweisen, wie Markl der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Montagsausgabe) sagte. „Der Verein muss sich selbst finanzieren können. Die Mitgliedsbeiträge decken derzeit nicht die Kosten der Hilfeleistungen, allen voran der Pannenhilfe. Wir müssen deutlich wirtschaftlicher und effizienter werden, um auch in Zukunft in der Pole Position zu sein. Das ist das Ziel, das werden wir erreichen.“

          Der 68 Jahre alte Markl, der sich der Hauptversammlung am 6. Mai zur Wiederwahl für vier Jahre stellt, will den ADAC vom reinen Autofahrerverein zum Mobilitätsdienstleister umbauen. „Wir arbeiten auf verschiedene Weisen daran, den ADAC zu einer digitalen Mobilitätsplattform zu entwickeln. Wir engagieren uns beispielsweise bei 'UnternehmerTUM', dem Zentrum für Innovation und Gründung der TU München. Gründer und Start-up sollen für uns neue Ideen und Geschäftsmodelle entwickeln.

          Smartes Tanken, smartes Parken könnten solche Angebote sein, die ADAC-Mitglieder künftig mobil nutzen. Wir suchen auch nach Info- und Buchungsplattformen für alle Arten von Mobilität, zum Beispiel mit kommunalen Verkehrsunternehmen“, sagte er der F.A.Z.

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