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Peugeot übernimmt Opel : Wettbewerbshüter sieht Opel-Übernahme gelassen

  • Aktualisiert am

Opel wird demnächst einen französischen Eigentümer bekommen. Bild: Reuters

„Derzeit muss man sich um den Wettbewerb im Automobilsektor weniger Sorgen machen“, sagt der Chef der Monopolkommission. Und nennt gleich mehrere Gründe.

          Der Chef der Monopolkommission zeigt sich angesichts der sich abzeichnenden Übernahme von Opel durch den französischen Konzern PSA gelassen. „Derzeit haben PSA wie auch Opel einen Marktanteil im Pkw-Markt in Europa von jeweils unter zehn Prozent. Das ist für sich genommen keine kritische Größe“, sagte Achim Wambach der „Rheinischen Post“. Der Fahrzeugbau sei die innovationsstärkste Branche in Deutschland.

          Eine weitere Dynamik gebe es mit Elektroautos und der Digitalisierung, sagte der Ökonom, der auch Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist. „Derzeit muss man sich um den Wettbewerb im Automobilsektor weniger Sorgen machen.“

          „Das kann eine Wachstumsgeschichte werden“

          Allerdings würden die Kartellbehörden den Markt sorgsam analysieren, weil mit dem Zusammenschluss das zweitgrößte Autounternehmen in Europa entstehe. Wambachs Gremium berät die Bundesregierung in wettbewerbsrechtlichen Fragen.

          Die Opel-Muttergesellschaft General Motors hatte vor wenigen Tagen bekanntgegeben, den deutschen Autohersteller an Peugeot zu verkaufen. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann bezeichnete den geplanten Zusammenschluss als Chance. Auch der Betriebsrat begrüßte das Vorhaben, machte seine Zustimmung aber von der Sicherung der Arbeitsplätze abhängig.

          Dem Vernehmen nach gibt es von PSA Signale, die vier deutschen Opel-Standorte zu erhalten und bis Ende 2018 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Nach Worten von „Opel-Koordinator“ und Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig (SPD) bislang aber noch keine verbindlichen Job- und Standortgarantien. Derzeit liefen Diskussionen mit allen Beteiligten und diese würden fortgesetzt, sagte er an diesem Montag im ARD-Fernsehen. „Deswegen halte ich Spekulationen zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht.“

          Sollte es eine gemeinsame Internationalisierungs-Strategie der beiden Autohersteller geben, könnte das Wachstum für Opel auch auf Zukunftsmärkten bringen, ergänzte er. Peugeot habe Bereitschaft signalisiert, in Opels Zukunft zu investieren. Zudem könnten sich beide Unternehmen in ihren Marktschwerpunkten ergänzen. „Daraus kann durchaus eine Wachstumsgeschichte entstehen.“

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