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Abwicklung läuft : Krisenbank Heta erzielt Milliardenüberschuss

  • Aktualisiert am

Vor zwei Jahren wurde die Hypo Alpe Adria zerschlagen und die Abwicklungsbank Heta gegründet. Bild: dpa

Die österreichische Abwicklungsbank Heta kommt mit dem Verkauf ihrer Vermögenswerte offenbar ordentlich voran. Zumindest bis jetzt.

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          Die österreichische Abwicklungsbank Heta kommt mit dem Verkauf ihrer Vermögenswerte voran und hat zum Halbjahr einen Gewinn geschrieben. Der Überschuss betrug 7,5 Milliarden Euro, wie die Nachfolgerin der früheren Kärntner Skandalbank Hypo Alpe Adria mitteilte.

          Dabei spielte der von der Finanzmarktaufsicht angeordnete Schuldenschnitt eine wesentliche Rolle. Per Ende Juni wies die Heta kein negatives Eigenkapital mehr aus.

          Erfolgreich abgeschlossene Verkäufe und Kreditrückzahlungen führten außerdem dazu, dass sich die Liquidität um eine Milliarde Euro auf 5,3 Milliarden Euro erhöhte. Auch im Gesamtjahr soll nach früheren Angaben ein Gewinn zu Buche stehen. 2015 machte sie noch rund eine halbe Milliarde Euro Verlust.

          Kärnten und die Gläubiger

          „Der bisherige Verlauf des Abbaus liegt über unseren Erwartungen“, erklärte Heta-Chef Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath. Das Ziel bis Ende des Jahres 2018 etwa 80 Prozent der Vermögenswerte abgebaut zu haben, bleibe erreichbar. Die kommenden Monate dürften allerdings schwieriger werden, betonte er.

          Denn erfahrungsgemäß kommt man bei einer Abwicklung irgendwann an den Punkt, an dem das Tafelsilber weg ist und nur noch die Restposten zu haben sind. Zu den Vermögenswerten der Heta zählen Immobilien, Grundstücke, Luxusjachten, Autos und Maschinen.

          Die Hypo Alpe Adria hatte sich jahrzehntelang mit Garantien des Landes Geld günstig von Investoren geholt und dieses in den Ausbau ihres Balkan-Geschäftes gesteckt. Die Expansion ging schief, die Bank geriet in Finanznöte. Die frühere Mutter BayernLB drehte den Geldhahn zu, weshalb Österreich die Hypo 2009 verstaatlichte. Seither wurden Milliarden in die Bank geleitet, um eine Pleite abzuwenden. Im Jahr 2014 wurde der Konzern zerschlagen und die Abbaugesellschaft Heta geschaffen.

          Das Bundesland Kärnten, das Garantien für Heta-Anleihen von rund elf Milliarden übernommen hatte, will sich nun in einem zweiten Anlauf mit den Heta-Gläubigern auf einen Vergleich einigen. Die Inhaber vorrangiger Heta-Anleihen - darunter viele Banken und Versicherungen aus Deutschland - können nach einer Grundsatzeinigung auf die Rückzahlung von rund 90 Prozent ihrer Gelder hoffen. Das konkrete Angebot wird in Kürze erwartet.

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