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Abschreibungen und Umbaukosten : Microsoft mit Milliardenverlust

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Der Deal mit Nokia wurde für Microsoft zum Debakel Bild: dpa

Hohe Sonderlasten haben Microsoft den größten Quartalsverlust seiner Unternehmensgeschichte eingebrockt. Von April bis Juni fiel unter dem Strich ein Minus von 3,2 Milliarden Dollar an.

          Drastische Abschreibungen auf das Handygeschäft und eine schwache Nachfrage nach dem Betriebssystem Windows haben Microsoft einen Milliardenverlust eingebrockt. Im abgelaufenen Geschäftsquartal fiel unterm Strich ein Minus von 3,2 Milliarden Dollar an, wie der weltgrößte Softwarekonzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Es ist der größte Quartalsverlust in der Unternehmensgeschichte von Microsoft. Vor Jahresfrist hatte er noch 4,6 Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftet.

          Der Umsatz fiel um fünf Prozent auf knapp 22,2 Milliarden Dollar. Die Microsoft-Aktie gab im nachbörslichen Handel 2,7 Prozent nach.

          Erst Anfang Juli hatte Microsoft den Abbau von zusätzlich 7.800 Stellen angekündigt. Nach dem Kauf des Handy-Geschäfts von Nokia ist vor allem das Telefon-Hardware-Geschäft betroffen. Vor einem Jahr hatte der Konzern bereits 18.000 Arbeitsplätze gestrichen. Das war der größte Stellenabbau seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1975.

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