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Absatzkrise : Autoverkäufe im November weiter eingebrochen

  • Aktualisiert am

Die Talfahrt der Autobauer geht weiter Bild: AFP

Die Absatzkrise auf dem deutschen Automarkt hat sich im November weiter verschärft. Die Zahl der Neuzulassungen brach um knapp 18 Prozent ein. Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller rechnet 2008 mit dem schlechtesten Zulassungsergebnis seit der Wiedervereinigung.

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          Die Autoverkäufe in Deutschland sind im November dramatisch eingebrochen. Mit 233.800 Wagen seien 17,6 Prozent weniger neu zugelassen worden als im Vorjahresmonat, erklärte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Dienstag in Bad Homburg. Zwar hatte der November in diesem Jahr einen Arbeitstag weniger als 2007, doch auch um diesen Effekt bereinigt ergab sich mit einem Minus von 10% kaum ein positiveres Bild.

          „Der Markt 2008 wird das schlechteste Zulassungsergebnis nach der Wiedervereinigung erzielen“, sagte VDIK-Präsident Volker Lange. Wegen der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Kunden und der Unklarheit über die neue Kfz-Steuer rechnet der Verband, der die Importeure in Deutschland vertritt, nicht länger damit, dass deutschlandweit bis Jahresende 3,2 Millionen Fahrzeuge verkauft werden.

          Deutlich weniger Dieselfahrzeuge verkauft

          Schon im Oktober lagen die Autoverkäufe 8,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, im September und August wurden in Deutschland arbeitstagebereinigt mehr als 10 Prozent weniger Neuwagen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Nach dem abermaligen Einbruch im November drehten sich die Vorzeichen endgültig um: Stand Ende Oktober noch ein leichtes Plus in der Statistik, lagen die Fahrzeugverkäufe nach elf Monaten mit 2,864 Millionen Neuwagen erstmals in diesem Jahr mit 1,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

          Der seit langem währende Trend zu den sparsameren Dieselmotoren hat sich in diesem Jahr umgekehrt. Während „Benziner“ rund fünf Prozent mehr Kunden fanden, brach der Absatz von Dieselfahrzeugen um neun Prozent ein. Autos mit alternativen Antrieben wie etwa Flüssiggas fanden ein Drittel mehr Käufer - insgesamt 29.000.

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