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„Ablasshandel“ im Abgasskandal : Der geheime Vergleich für VW-Dieselfahrer

Totalschaden: Die Kosten des Diesels-Skandals für Volkswagen gehen in die Milliarden. Vom Image-Verlust ganz zu schweigen. Bild: Bridgeman Images

Im Abgasskandal bieten VW und Porsche Einigungen an. Doch die enthalten Fallstricke, kritisiert ein Anwalt. Die Hersteller wiegeln ab.

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          Die Vergleichsvereinbarungen von Volkswagen mit enttäuschten Dieselkunden sind streng geheim – und sorgen für Unruhe unter Betroffenen. Mit der Unterzeichnung eines solchen Vergleichs verpflichten sich alle Parteien zur Verschwiegenheit. Wer sich als Fahrzeughalter nicht daran hält, riskiert etwa 5000 Euro Vertragsstrafe.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der F.A.Z. liegen dennoch Vergleichsverträge von VW und Porsche vor, die dem Kunden in etwa den finanziell geforderten Betrag brächten – aber nach Ansicht eines involvierten Rechtsanwalts auch „juristische Fallstricke“ enthalten. „Die Hersteller versuchen, ihre Kunden nach dem Verbau der unzulässigen Abschalteinrichtung mit zahlreichen Vertragsklauseln ein zweites Mal hinters Licht zu führen“, moniert der an Dieselverfahren gegen VW beteiligte Rechtsanwalt, der nicht namentlich genannt werden will. Die Hersteller sehen die Gestaltung dagegen als angemessen.

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