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Abgasaffäre : VW zittert vor Donald Trump

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VW wäre es deutlich lieber gewesen, wenn die Obama-Administration bei der Entscheidung über die Strafen noch am Ruder gewesen wäre. Bild: dpa

Eine Zeit lang hatte VW noch gehofft, dass die Entscheidung über eine Milliardenstrafe in der Abgas-Affäre noch unter der Obama-Regierung fallen könnte. Doch dahingehende Gespräche sind offenbar gescheitert. Nun zittert VW vor Trump.

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          Die Entscheidung über eine Milliardenstrafe für Volkswagen in den Vereinigten Staaten wegen der Abgas-Affäre wird wohl erst in der Amtszeit des neu gewählten Präsidenten Donald Trump fallen. Wie die „Bild am Sonntag“ ohne nähere Quellenangabe berichtete, gelang es dem VW-Verhandlungsführer Garcia Sanz nicht, eine Einigung vor dem Regierungswechsel zu erzielen.

          Sanz sei in der vergangenen Woche in die Vereinigten Staaten gereist und habe sich unter anderem mit Vertretern des Justizministeriums getroffen. Die Ministeriumsvertreter hätten gegenüber Sanz eine rasche Entscheidung abgelehnt.

          Das amerikanische Justizministerium muss einem Milliarden-Vergleich zustimmen, den ein amerikanisches Gericht im Oktober gebilligt hatte. Der Zeitung zufolge befürchtet VW nun, die Trump-Regierung könne die Einigung platzen lassen und höhere Strafzahlungen verlangen. „Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen“, zitierte die Zeitung einen namentlich nicht genannten VW-Manager.

          Amerikanische Anwälte befragen Winterkorn

          Derweil sei der frühere VW-Vorstandschef Martin Winterkorn am vergangenen Donnerstag von den Anwälten der amerikanischen Kanzlei Jones Day vernommen worden, die im VW-Auftrag die Abgas-Affäre untersucht. Es sei abermals um den Vorwurf gegangen, Winterkorn hätte schon frühzeitig von den Betrügereien gewusst.

          Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Marktmanipulation. Winterkorn war im September 2015 wegen der Manipulations-Affäre zurückgetreten.

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