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Unister : Ab-in-den-Urlaub-Muttergesellschaft meldet Insolvenz an

  • Aktualisiert am

Ab-in-den-Urlaub-Reisebüro Bild: dapd

Vergangene Woche ist der Gründer der Internet-Portale „Ab-in-den-urlaub.de“ und „fluege.de“ bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückt. Jetzt hat sein Unternehmen Unister Insolvenz angemeldet.

          Das Unternehmen Unister hat am Montag Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Anwalt Lucas Flöther bestellt. Zu Unister gehören mehr als 40 Internetportale, unter anderem Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1000 Mitarbeiter und vermittelt Reisen.

          In der Pressemeldung des Unternehmens hieß es, die Insolvenz betreffe nur die Unister Holding. Die operativen Gesellschaften - dazu zählt der Betreiber der Reiseportale -  seien nicht von der Insolvenz betroffen: Der Betrieb in allen Firmen laufe weiter. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld gesichert.

          Die Absturzstelle in Slowenien

          Wagner war am Donnerstag mit einem Kleinflugzeug in Slowenien abgestürzt. Er hatte Unister 2002 in Leipzig gegründet, als er noch Student war. Auch der Unister-Gesellschafter und stellvertretende Aufsichtsratschef Oliver Schilling kam bei dem Absturz ums Leben. Beide waren auf dem Rückweg von Venedig, wo sie nach Angaben des Unternehmens potenzielle Investoren getroffen hatten. Laut Medienberichten wurde an der Absturzstelle ein Geldkoffer mit mehreren Millionen Euro gefunden.

          Unister erklärte nach dem Unglück, das Unternehmen werde die Nachfolge Wagners „sehr zeitnah“ regeln und kommunizieren.

          Die meisten Urlauber, die über eine Plattform von Unister gebucht haben, dürften ihren Vertrag direkt mit dem Reiseveranstalter abgeschlossen haben. Ihr Reisen dürften daher nicht von der Insolvenz betroffen sein.

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