https://www.faz.net/-gqe-9c6pn

Großauftrag aus Amerika : Airbus verkauft 60 Regionalmaschinen

  • Aktualisiert am

Die A220-300 hat für 130 Passagiere Platz. Bild: AP

Bombardier sah keine Chance für diese Flugzeug-Klasse, Airbus macht es nun offenbar besser: Gleich 60 Regionalmaschinen verkauft der Flugzeugbauer nach Amerika.

          1 Min.

          Airbus hat sich einen Großauftrag für seinen A220-300 gesichert. Die amerikanische Luftfahrtgesellschaft JetBlue teilte am Dienstagabend mit, sie habe 60 Maschinen dieses Typs geordert. Der deutsch-französische Flugzeugbauer hatte die Amerikaner damit gelockt, dass sie dann bei Bestellungen größerer Maschinen schneller bedient würden.

          Bereits zuvor hatte Airbus erklärt, es rechne mit raschen Verkaufserfolgen für das bisher als CSeries bekannte Regionalflugzeug-Programm. Dafür hatte der bisherige Eigentümer Bombardier jahrelang vergeblich auf Orders gewartet.

          Die Mehrheit der Anteile an der CSeries gehört seit 1. Juli Airbus. Der Flugzeugbauer benennt die bisherige CS100 mit 110 Sitzen in A220-100 um, die CS300 mit 130 Plätzen heißt nun A220-300. Der kanadische Flugzeug- und Bahntechnik-Konzern Bombardier hatte die Hoffnung aufgegeben, sich auf eigene Faust mit den Kurzstreckenmaschinen für 110 bis 130 Passagiere am Weltmarkt durchzusetzen. Airbus zahlt einen symbolischen Betrag für die Übernahme und setzt darauf, dass seine große Vertriebsmannschaft mehr Erfolg hat. Dritter Eigentümer neben Airbus und Bombardier ist der kanadische Bundesstaat Quebec.

          Langfristig – auf 20 Jahre – sieht Airbus eine Nachfrage von 7000 kleineren Flugzeugen mit 100 bis 150 Sitzen, zu denen neben dem künftigen A220 auch der Airbus A310 gehören. Mindestens die Hälfte solle davon auf die CSeries-Jets entfallen. Größter Konkurrent bei den Regionaljets ist die brasilianische Embraer, die kurz vor der Übernahme durch den amerikanischen Airbus-Erzrivalen Boeing steht. Airbus und Boeing hatten sich lange auf Maschinen mit mindestens 150 Plätzen konzentriert und das kleinere Segment erst vor kurzem für sich entdeckt.

          Weitere Themen

          Qualitätsproblem bremst Biontech

          Impfstoffherstellung : Qualitätsproblem bremst Biontech

          Pfizer und Biontech müssen ihrem hohen Tempo Tribut zollen und können nur halb so viele Impfstoffdosen liefern wie ursprünglich geplant. Wer macht das Rennen?

          Mainzer Goldgrube im Kampf gegen die Pandemie Video-Seite öffnen

          Globaler Hoffnungsträger : Mainzer Goldgrube im Kampf gegen die Pandemie

          Voriges Jahr war die Mainzer Biotechnologiefirma Biontech noch weithin unbekannt, nun hat sie sich zum globalen Hoffnungsträger im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemausert. Zusammen mit dem amerikanischen Pharmariesen Pfizer entwickelte Biontech einen nach eigenen Angaben zu mehr als 90 Prozent wirksamen Impfstoff gegen das Virus.

          Topmeldungen

          Pfizer stellt den Impfstoff in Belgien und den Vereinigten Staaten her.

          Impfstoffherstellung : Qualitätsproblem bremst Biontech

          Pfizer und Biontech müssen ihrem hohen Tempo Tribut zollen und können nur halb so viele Impfstoffdosen liefern wie ursprünglich geplant. Wer macht das Rennen?
          Wie am Wahltag: Testzentrum in einer Turnhalle in Hildburghausen

          Angst vor der Wahrheit? : Kaum einer kommt zu den Massentests

          In den Corona-Hotspots in Sachsen und Thüringen versuchen die Behörden, das Infektionsgeschehen mit Massentests unter Kontrolle zu bringen – bisher mit wenig Erfolg.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.