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97 Flugzeuge : Norweger stornieren Großauftrag an Boeing

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Eine Boeing 737 Max landet vergangenen Montag nach einem Testflug in Seattle. Bild: Reuters

Wegen der Probleme mit dem Krisenmodell 737 Max zieht die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle eine Order von fast 100 Maschinen zurück und will Boeing auch noch auf Schadenersatz verklagen.

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          Der Billigflieger Norwegian Air Shuttle zieht sämtliche Bestellungen bei Boeing zurück und leitet rechtliche Schritte gegen den kriselnden amerikanischen Flugzeugbauer ein. Insgesamt geht es um 97 Maschinen: 92 Krisenjets vom Typ 737 Max und fünf Langstreckenflieger der Marke 787 „Dreamliner“, teilte Norwegian in der Nacht auf diesen Dienstag in Oslo mit. Die Flugzeuge sind laut Listenpreisen insgesamt 10,6 Milliarden Dollar (9,4 Mrd Euro) wert. Allerdings sind bei Großaufträgen deutliche Rabatte üblich.

          Norwegian erklärte, wegen der im März 2019 im Zuge zweier Abstürze verhängten Flugverbote für Boeings 737 Max erhebliche Verluste erlitten zu haben. Boeing darf die Maschinen seitdem auch nicht mehr an Kunden ausliefern. Gespräche mit Boeing hätten zu keiner Einigung mit vernünftiger Kompensation geführt. Hinzu kämen auch noch Probleme mit 787-Maschinen, die zu außerplanmäßigen Wartungsarbeiten geführt hätten. Norwegian will die entstandenen Schäden und Vorauszahlungen nun auf dem Rechtsweg einklagen. Boeing äußerte sich zunächst nicht zu der Ankündigung.

          Kursplus wegen Hoffnung auf Wiederzulassung

          Eigentlich hatte der angeschlagene Airbus-Rivale am Montag endlich mal Grund zur Freude. Auf dem Boeing Field bei Seattle fand erfolgreich der erste einer Reihe entscheidender 737-Max-Zertifizierungsflüge statt, die zu einer Wiederzulassung der Krisenjets durch die amerikanische Flugaufsicht FAA führen sollen.

          Boeing erreichte damit einen wichtigen Meilenstein, was an der Börse zu kräftigen Kursgewinnen von gut 14 Prozent führte. Allerdings sind für eine erneute Zertifizierung noch einige weitere Hürden zu nehmen.

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