https://www.faz.net/-gqe-9qo7q

Boeing-Unglücksflugzeug : Prüfung von 737-Max-Zulassung zieht sich hin

  • Aktualisiert am

Boeing-737-Max-Flugzeuge stehen in Seattle am Boden. Bild: AFP

Die Überprüfung des Boeing-Modells 737 Max benötigt nach Angaben der amerikanischen Flugaufsicht FAA mehr Zeit. Die von Boeing erhoffte Wiederzulassung im vierten Quartal steht damit auf der Kippe.

          1 Min.

          Ein von der amerikanischen Luftfahrtaufsicht FAA berufener Expertenausschuss braucht für die Prüfung der Zulassung von Boeings 737-Max-Krisenfliegern mehr Zeit als zunächst angenommen. Die Behörde rechne damit, dass das Gremium seine Ergebnisse und Empfehlungen erst in den kommenden Wochen abgebe, teilte ein FAA-Sprecher am Freitag in Washington mit.

          Der Sonderausschuss befasst sich mit der FAA-Zertifizierung von Boeings bestverkaufter Baureihe 737 Max, die nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten im März weltweit mit Flugverboten belegt wurde. Diese Prüfung sei unabhängig von der angestrebten Wiederzulassung der Maschinen, betonte der FAA-Sprecher.

          Sowohl Boeing als auch die Aufsicht sind durch die Abstürze, für die ein Softwarefehler verantwortlich gemacht wird, schwer in die Kritik geraten. Auch andere amerikanische Behörden untersuchen, ob bei der ursprünglichen Zulassung der Unglücksflieger durch die FAA alles mit rechten Dingen zuging. Boeing steht im Verdacht, den Flugzeugtyp überstürzt auf den Markt gebracht und die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Wesentliche Teile des Zertifizierungsverfahrens soll die FAA dabei dem Hersteller selbst überlassen haben. Ob und wann die 737 Max wieder abheben darf, ist derzeit unklar. Boeing hofft auf eine Wiederzulassung im vierten Quartal, doch dies gilt als ungewiss.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Impeachment-Ermittlung : Trumps Flucht nach vorn

          Der Stabschef des Präsidenten gibt zu, dass Militärhilfe für Kiew an parteipolitische Bedingungen geknüpft wurde. Trump will so tun, als wäre das ganz normal – und könnte damit durchkommen.

          Deal mit Amerika : Ein Erfolg für Erdogan

          Die Verhandlungen des türkischen Staatspräsidenten mit dem amerikanischen Vizepräsidenten Mike Pence führen zu einer fünf Tage langen Waffenruhe. Wie hoch ist der Preis? Eine Analyse.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.