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6,9 Millionen Stück im Quartal : iPhone-Nachfrage beschert Apple Gewinnsprung

  • Aktualisiert am

Solange sich die Kundschaft noch so über das iPhone freut, darf sich auch Apple-Chef Steve Jobs freuen. Bild: REUTERS

Das neue Apple-Handy iPhone verkauft sich deutlich besser als von Analysten erwartet. Eine sehr gute Nachricht für den Computerkonzern aus Cupertino: Im vergangenen Quartal verbuchte Apple damit einen Gewinnzuwachs um mehr als ein Viertel. Selbst der verhaltene Ausblick störte die Börsianer kaum.

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          Die florierende Nachfrage nach dem neuen iPhone hat dem amerikanischen Computerkonzern Apple einen Gewinnsprung beschert. Im vergangenen Vierteljahr steigerte Apple nach Angaben vom Dienstag den Verkauf des neuerdings UMTS-fähigen Mobiltelefons um das Sechsfache auf rund 6,9 Millionen Stück. Das erhöhte den Konzerngewinn um mehr als ein Viertel auf 1,14 Milliarden Dollar.

          Analysten hatten mit einem iPhone-Absatz von vier bis fünf Millionen Stück gerechnet. Konzernchef Steve Jobs nannte die Nachfrage nach dem Mobiltelefon „bemerkenswert“ und verkündete, gemessen am Umsatz sei Apple nun der drittgrößte Handy-Hersteller der Welt hinter Nokia und Samsung Electronics. Jobs gab sich optimistisch, dass die treuen Kunden dem Konzern auch bei einer Wirtschaftsflaute nicht den Rücken kehren werden. „Sie werden vielleicht in schwierigen Zeiten Anschaffungen verschieben, aber sie werden sie wahrscheinlich nicht aufgeben“, sagte Jobs.

          Börsianer ließen sich vom zurückhaltenden Ausblick nicht beirren

          Apple lieferte dennoch einen zurückhaltenden Ausblick. Davon ließen sich die Anleger aber nicht beirren: Die Apple-Aktie schoss nachbörslich um mehr als zehn Prozent in die Höhe. Im Tagesverlauf hatte sie um mehr als sieben Prozent auf 91,49 Dollar verloren. Gerüchte um den Gesundheitszustand von Apple-Chef Steve Jobs hatten in den vergangenen Monaten immer wieder den Kurs belastet.

          Angesichts des iPhones-Absatzes könnte Jobs' Blutdruck wieder etwas gestiegen sein.
          Angesichts des iPhones-Absatzes könnte Jobs' Blutdruck wieder etwas gestiegen sein. : Bild: REUTERS

          Der Apple-Gewinn fiel im vergangenen Quartal gut 13 Prozent höher aus als von Branchenexperten im Schnitt erwartet. Der Umsatz stieg um 27 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar und blieb im Gegensatz zum Gewinn etwas hinter den Erwartungen zurück. Allerdings spiegelt diese Kennziffer den Erfolg des iPhone nicht voll wider, da Apple diese Einnahmen über einen Zeitraum von zwei Jahren verbucht. Hätte der Konzern die gesamten iPhone-Umsätze direkt berücksichtigt, hätte sich der Konzernumsatz auf rund 11,7 Milliarden Dollar belaufen - fast 40 Prozent davon gingen auf das Konto des Mobiltelefons.

          Für das laufende Vierteljahr prognostiziert Apple einen Gewinn je Aktie von 1,06 bis 1,35 Dollar und Umsatzerlöse von neun bis zehn Milliarden Dollar. Dieser Ausblick blieb deutlich hinter den Erwartungen von Analysten zurück, die im Schnitt einen Gewinn von 1,69 Dollar je Anteilsschein und Umsätze von 10,7 Milliarden Dollar erwarten. Branchenkenner zeigten sich jedoch überzeugt, dass Apple in gewohnter Manier besonders niedrige Prognosen nennt, um sie danach leicht übertreffen zu können.

          Kräftige Zuwächse auch beim Mac und den iPods

          Wie Apple weiter bekanntgab, setzte der Konzern im vergangenen Quartal von seinen Mac-Computern mehr als 2,6 Millionen Stück ab, so viel wie nie zuvor und 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von den iPod-Musikplayern gingen 11,1 Millionen Geräte über den Ladentisch, ein Plus von acht Prozent

          Apple hatte Mitte Juli die zweite iPhone-Generation auf den Markt gebracht. Zuletzt präsentierte der Konzern zudem runderneuerte Paletten des iPod-Players und seiner tragbaren Computer.

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