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5G und Huawei : Die Politik laviert, die Telekom schafft Fakten

  • -Aktualisiert am

Die Telekom baut ihr 5G-Netz aus – mit Technik von Huawei. Bild: dpa

Die Telekom erreicht heute schon 40 Millionen Menschen mit ihrem 5G-Netz. Nun muss sie endlich verbindlich wissen, wie sie mit Huawei umgehen darf.

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          Die Politik laviert, Telekom und Vodafone bauen. Mit Hochdruck errichten sie neue Funkmasten und rüsten alte Standorte auf. Das 5G-Netz der Telekom deckt bereits 40 Millionen Menschen ab – mit Antennentechnik, die zur Hälfte von Huawei kommt. Der Konzern schafft damit Fakten.

          Aber er geht auch ins Risiko: Außen- und Sicherheitspolitiker von Amerika bis Berlin blicken mit Misstrauen auf den chinesischen Lieferanten und wollen ihn beim Bau des Zukunftsnetzes nicht dabei haben. Zu große Staatsnähe wird ihm vorgeworfen, seine Technik gilt ihnen als potentielles Einfallstor für Spionage und Sabotage.

          Sollte sich dieses Lager auch in Deutschland durchsetzen, wäre nicht Netzausbau-, sondern Rückbau angesagt, um Huawei-Komponenten auszutauschen. Die ehrgeizigen 5G-Pläne der deutschen Politik wären dann Makulatur.

          Bisher halten Bundeskanzleramt und Wirtschaftsministerium dagegen, auch die Sicherheitsfachleute in den verantwortlichen Behörden sind sich darüber einig, dass es keinen Grund gebe, Huawei zu verbannen. Darauf verlassen freilich können sich die Mobilfunker immer noch nicht, weil die notwendigen Gesetze fehlen. Die Argumente sind hinreichend ausgetauscht, die Hängepartie muss ein Ende haben.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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