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16 Millionen Pfund gefordert : Beckham verklagt Verlag wegen Prostitutions-Story

Ganz und gar nicht begeistert über die Berichterstattung des Magazins InTouch: David Beckham Bild: ddp

Über eine angebliche Affäre zwischen David Beckham und einer Prostituierten berichtet die Frauenzeitschrift InTouch in ihrer neuesten Ausgabe. Das könnte für den Verleger Heinz Bauer teuer werden. Denn Beckham verklagt ihn nun - und will 16 Millionen Pfund Schadenersatz.

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          Dem Hamburger Zeitschriftenverleger Heinz Bauer droht ein Millionen-Rechtsstreit mit dem britischen Fußballstar David Beckham. Grund ist die Titelgeschichte in der aktuellen Ausgabe des Bauer-Blatts „InTouch“. Die Frauenzeitschrift berichtet darin über eine angebliche Affäre des 35 Jahre alten Familienvaters mit einer Prostituierten.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Beckham bezeichnet die Geschichte, die in der amerikanischen und danach auch in der deutschen Ausgabe von InTouch erschienen ist, als frei erfunden und hat seine Anwälte auf den Bauer-Verlag angesetzt. Das öffentlichkeitsscheue Familienunternehmen ist Marktführer im deutschen Zeitschriftengeschäft.

          „Die erhobenen Vorwürfe sind völlig unwahr und absolut lächerlich“, dementierte ein Sprecher Beckhams den Bericht. Dies sei dem Magazin bereits vor Veröffentlichung des Texts mitgeteilt worden. „Leider leben wir in einer Welt, in der Magazine Lügen drucken können und glauben, dass sie damit durchkommen“, sagte der Vertreter der Fußballers und kündigte rechtliche Schritte gegen das Magazin an.

          Medienberichten zufolge versucht Beckham bei einem Gericht in Los Angeles 16 Millionen Pfund Schadenersatz zu erstreiten. Auch in Deutschland geht der aufgebrachte Brite offenbar juristisch gegen den Verlag vor.

          Bauer sieht keinen Grund für eine rechtliche Auseinandersetzung

          Bauer weist derweil jede Schuld von sich: „Wir sehen keine Gründe für eine rechtliche Auseinandersetzung“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. InTouch habe „ausführlich und entsprechend ausgewogen über den Sex-Skandal von David Beckham berichtet.“ Auch sei die Geschichte gründlich recherchiert gewesen und „in vollster Überzeugung der Richtigkeit der Recherchen und Quellen“ veröffentlicht worden.

          Das Dementi Beckhams wird in der Magazingeschichte zwar zitiert. Die Titelseite der amerikanischen InTouch- Ausgabe zeigt allerdings ein Foto des Ehepaars über der Schlagzeile: „Beckham beim Seitensprung erwischt: Der ultimative Betrug“.

          In der groß aufgemachten Geschichte wird auch über eine angebliche Ehekrise Beckhams und Alkoholprobleme seiner Ehefrau Victoria spekuliert. Der Fußballstar und die frühere Sängerin der britischen Popband „Spice Girls“ sind seit elf Jahren verheiratet und haben drei Kinder. Das glamouröse Paar zählt rund um den Globus zu den Lieblingsobjekten der Klatschmedien. Der geschickte Selbstvermarkter Beckham ist zudem als Werbeträger auf der ganzen Welt gefragt.

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