https://www.faz.net/-gqe-7luvo

1400 Arbeitsplätze bedroht : Handelskette Strauss in Pleitegefahr

  • -Aktualisiert am

Existenzbedroht: die Düsseldorfer Modekette Strauss Bild: dpa

Die Düsseldorfer Handelsgruppe Strauss kämpft ums Überleben. Sie bat das Amtsgericht um eine letzte Chance, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung erfahren.

          Die seit Jahren in einer Krise steckende Handelsgruppe Strauss Innovation ist in eine akute Schieflage geraten. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht in Düsseldorf ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt.

          Brigitte Koch

          Wirtschaftskorrespondentin in Düsseldorf.

          Betroffen sind davon rund 1400 Mitarbeiter - sowohl in der Zentrale im rheinischen Langenfeld, als auch in der Logistik und in den 96 Filialen. Das Management unter Leitung der Britin Paula Minowa erhofft sich dadurch Chancen auf einen Neuanfang.

          Von einem Finanzinvestor zum nächsten

          Die Handelskette, die neben Textilien vor allem saisonale Dekorationsartikel und Kleinmöbel für Haus und Garten sowie Heimtextilien anbietet, hatte zuletzt – wie viele andere Einzelhändler auch – unter dem ungünstigen Wetter zu leiden. Hohe Preisabschriften und ständige Rabattaktionen zum Abverkauf der Saisonware sollen zuletzt zu empfindlichen Verlusten geführt haben.

          Das im Jahr 1902 in Düsseldorf als Geschäft für Kurz-, Weiß- und Wollwaren gegründete Unternehmen hat eine recht wechselvolle Geschichte. Nach gewaltigen Umsatzeinbrüchen zog die frühere Inhaberfamilie Geringhoff im Jahr 2008 die Reißleine und verkaufte das schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen vertretene Unternehmen mehrheitlich an den schwedischen Finanzinvestor EQT der Familie Wallenberg.

          Im Jahr 2010 ging die zu diesem Zeitpunkt angeblich wieder profitable Gruppe an den amerikanischen Finanzinvestor Sun Capital. Die aktuellsten Umsatzangaben stammen aus dem Jahr 2010. Damals soll Strauss knapp 170 Millionen Euro umgesetzt haben.

          Weitere Themen

          Wer anders liebt, kauft anders ein

          Konsumverhalten : Wer anders liebt, kauft anders ein

          Konsumieren Schwule, Lesben oder Bisexuelle andere Produkte als Heterosexuelle? Shoppen sie mehr online? Eine Studie hat das untersucht und gezeigt: Wer anders liebt, kauft anders ein.

          Dieselskandal kommt vor BGH Video-Seite öffnen

          Showdown gegen VW : Dieselskandal kommt vor BGH

          Der Dieselskandal wird zum Fall für den Bundesgerichtshof (BGH): Der Dienstleister Myright wirft VW wegen des Einbaus von Schummelsoftware in Dieselautos unter anderem Betrug und sittenwidriges Verhalten vor.

          Topmeldungen

          Samsung Galaxy Fold : Smartphone, 2000 Euro, faltbar

          Nun ist es wirklich da. Samsung hat das erste faltbare Smartphone in Serienreife vorgestellt. Es kommt Anfang Mai, kostet 2000 Euro und hat aufgeklappt einen Bildschirm, der fast so groß ist wie das iPad Mini.

          Brexit-Krise : Kein Durchbruch, aber May sieht Fortschritte

          Der Countdown zum angestrebten Austrittsdatum vom 29. März läuft. Doch einig sind sich die britische Premierministerin May und EU-Kommissionspräsident Juncker nur darüber, dass sie weitere Gespräche führen wollen.
          Eine einfache Gesetzesänderung hätte auch gereicht - das Grundgesetz hätte nicht angetastet werden müssen.

          Digitalpakt-Kommentar : Armes Grundgesetz

          Die Änderung des Grundgesetzes für den Digitalpakt widerspricht dem Geist unserer Verfassung – denn sie schadet dem Föderalismus, der einen Wettbewerb um die beste Politik vorsieht.

          2:3 gegen Manchester City : Schalke zerbricht

          Lange sieht es danach aus, als würde den Königsblauen das eigentlich Undenkbare gelingen. Doch ausgerechnet ein früherer Schalker trifft kurz vor Schluss für Manchester. Und dann geht doch noch alles schief.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.