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100,92 Euro je Aktie : Porsche legt Pflichtangebot für VW vor

  • Aktualisiert am

Nun ist es offiziell: Porsche macht den VW-Aktionären ein Angebot Bild: dpa

Der Sportwagenbauer Porsche hat das angekündigte Übernahmeangebot für die Volkswagen AG vorgelegt. Der angebotene Preis liegt deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs der VW-Aktie.

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          Der Sportwagenhersteller Porsche hat ein offizielles Übernahmeangebot für den größten europäischen Autokonzern Volkswagen vorgelegt. Porsche bietet den Aktionären 100,92 Euro je Stammaktie, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mit. Für nicht stimmberechtigte Vorzugsaktien wird nach vorläufiger Berechnung ein Betrag von 65,45 Euro geboten.

          Das Angebot war erwartet worden, da Porsche eine solche Offerte vorlegen muss, nachdem das Unternehmen zu Wochenbeginn seinen Anteil an VW mit 30,9 Prozent auf mehr als 30 Prozent aufgestockt hatte. Porsche hatte aber bereits im Vorfeld klar gemacht, dass man VW aktuell nicht übernehmen wolle.

          Unter dem Börsenkurs

          Der angebotene Preis liegt deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs der VW-Aktie. Er war Ende voriger Woche in der Spitze auf fast 119 Euro gestiegen. Derzeit notieren VW-Stammaktien mit rund 113 Euro. Vorzugsaktien werden mit rund 75,50 Euro gehandelt. Damit ist das Angebot für die Anleger nicht attraktiv. Porsche hofft, dass möglichst wenig VW-Aktionäre von der Offerte Gebrauch machen.

          Das Übernahmeangebot ist damit eine Formsache, die Porsche ermöglicht, ohne weitere Formalitäten weitere VW-Aktien zukaufen zu können. Nach den Worten von Vorstandschef Wendelin Wiedeking kann Porsche nun „noch schneller reagieren, falls Hedge-Fonds bei VW einsteigen wollen“. Mit der Stimmrechts-Erhöhung kommt Porsche zusammen mit dem Land Niedersachsen, das 20,3 Prozent hält, nun auf über 51 Prozent der VW-Stimmrechte.

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