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Kommentar : Wirtschaft als Waffe

Nord Stream ist vom Investitionsobjekt für Konzerne zur politischen Schicksalsfrage mutiert. Ihr wirtschaftlicher Nutzen spielt keine Rolle mehr. Bild: dpa

Unternehmen werden zunehmend für nationale Ziele eingespannt. Vor allem China nutzt seine Staatskonzerne, um den Einfluss auf westliche Firmen zu erhöhen. Das ist Anlass zur Sorge.

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          Im Pfälzerwald gibt es einen Mittelständler, der macht Schokolade. Adventskalender, Nikoläuse, Osterhasen – und Figuren für Disney. Die Kakaobohnen dafür baut er in Afrika an, im Saarland rührt er die Rohmasse zusammen, in Pirmasens macht er daraus Hohlfiguren. Die verschifft er nach China. Dort werden sie per Hand bemalt und kommen wiederum per Schiff in die Disney-Läden nach Amerika.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Ludwigshafen.

          In Pirmasens, wo Arbeitsplätze rar sind, ist das Unternehmen ein wichtiger Arbeitgeber. Wawi heißt es, ein Familienbetrieb. Donald Trump wird die Firma trotz seiner pfälzischen Wurzeln nicht kennen. Aber der Präsident könnte ihr mit seiner „America first“-Strategie ernste Schwierigkeiten bereiten. Man kann für Wawi nur hoffen, dass er nie erfährt, wie unfair ein deutscher Mittelständler in Amerika Geschäfte macht.

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