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Unterhaltungselektronik : Verspielte Chancen

  • -Aktualisiert am

Wie konnte es geschehen, dass sich die ehemals unbestrittenen Technologieführer bei der Unterhaltungselektronik so sehr ins Hintertreffen geraten sind? Europa hat kein Problem mit der Innovation. Das Problem ist vielmehr, Innovationen in Produkte umzusetzen.

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          Wer die Bilanz der deutschen Unterhaltungselektronik der vergangenen 25 Jahre betrachtet, schwankt irgendwann zwischen Wut und Trauer. Wie konnte es geschehen, dass sich die ehemals unbestrittenen Technologieführer zum Beispiel bei den Fernsehern so sehr ins Hintertreffen bringen konnten, dass sie heute zumeist nur noch als Markenhülsen existieren?

          Weitet man diese Frage auf die gesamte Branche in Europa aus, kommt man zum Beispiel zu einem Unternehmen wie Philips: Wie konnte es dem Erfinder der Compact Disc passieren, dass die späten Nachfolgetechnologien HD-DVD oder Bluray an dem Konzern weitgehend vorbeigehen? Oder: Warum verdienen sich viele Unternehmen mit digitaler Musik im MP3-Format eine goldene Nase, und die Erfinder im Fraunhofer-Institut in Erlangen gehen fast leer aus?

          Es lassen sich noch eine Fülle anderer Beispiele finden, die belegen, dass Europa kein Problem mit der Innovation hat. Ganz im Gegenteil. Die Schwierigkeit besteht darin, Innovation in Produkte umzusetzen und diese dann zu vermarkten. An dieser Fähigkeit mangelt es vielfach. Daran sollte arbeiten, wer Beispiele wie das der deutschen Unterhaltungselektronik verhindern will.

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