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Ungleichheit in China : Reich ohne Mitte

Longsheng-Reisterrasse: Hier ist Chinas Reichtum noch nicht angekommen. Bild: Hendrik Ankenbrand

Die Kommunistische Partei Chinas feiert ihren 100. Gründungstag. Anders als zu ihrer Gründung ist das Land heute reich. Vor allem aber grassiert Ungleichheit. Das bereitet sogar der Staatsführung Sorgen.

          7 Min.

          Die Reise zum Ursprung der ältesten Kommunistischen Partei der Welt beginnt hinter einer Holztür. Ein 18 Quadratmeter kleiner Raum mit der Replik eines Tisches mit 13 Teetassen, an dem vor einhundert Jahren Mao gesessen hat. Ein paar schnelle Fotos mit dem Smartphone, ein paar Schritte vorbei an Absperrbändern, dann stehen Chinas Pilger wieder auf der Straße.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Der Ferrari-Händler liegt einen Steinwurf westlich, Lamborghinis Showroom östlich. Zwanzig Meter gen Süden bietet eine Galerie exklusive Teeverkostung für Topmanager chinesischer Technologiekonzerne. Gegenüber berechnet der französische Schönheitssalon Fillmed umgerechnet 390 Euro für eine schnelle Straffung der Haut. Wenn Xi Jinping, Staatsführer und Partei-Generalsekretär, wie erwartet in den kommenden Tagen den Gründungsort seiner auf den Lehren von Karl Marx basierenden Organisation besucht, steht er in einem Sinnbild der Ungleichheit.

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