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Unfälle am Stauende : Todesfalle Autobahn

Endstation Stauende: Verheerende Unfälle mit LKWs sind trauriger Alltag. Bild: dpa

Von wegen die Unfallzahlen sinken: Immer öfter rasen Lastwagen ins Stauende und Notbremssysteme bleiben ungenutzt – mit oftmals verheerenden Auswirkungen.

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          Seit mehr als 25 Jahren sitzt Maik Erdmann am Steuer von Brummis. Was hierzulande auf Autobahnen los ist, bereitet dem Trucker mehr und mehr Sorgen. Zunehmender Verkehr, gestresste Fahrer, ihr laxer Umgang mit Sicherheitstechnik, immer neue Baustellen und längere Staus – fatale Lastwagenunfälle seien da kein Wunder. „Das alles ist sehr belastend“, sagt Erdmann. Und es gibt eine besondere Gefahr: Auch wenn die allgemeine Unfallstatistik anderes suggeriert – nach F.A.Z.-Informationen häufen sich die schweren Auffahrunfälle, in denen Lastwagen in Stauenden rasen. Das jedenfalls ergeben neue Erkenntnisse großer Bundesländer. Effektivere Notbremssysteme könnten helfen.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Kürzlich geriet diese Art der Unfälle wieder in den Blickpunkt. Im Februar starben auf verschiedenen Fernstrecken des Landes acht Menschen innerhalb von drei Tagen – Trucker, Busfahrer, eine Familie. Das läuft gegen den Trend der allgemeinen Unfallstatistik. Obwohl nämlich der Güterverkehr zunimmt, sinkt langfristig die Zahl der Verunglückten, die durch einen Unfall mit Beteiligung eines Lastkraftwagens sterben. Im Jahr 2016 waren es 745 von insgesamt 3206 Toten im Straßenverkehr – beides liegt in etwa ein Drittel unter den jeweiligen Werten von 2007.

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