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Klimaschutz : Umweltministerin Schulze will Ölheizungen verbieten

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Ein Heizöltank im Keller eines Mehrfamilienhauses. Bild: dpa

Nach den Grünen entdeckt nun auch die SPD ihr Herz für Verbote: Um das Klima zu schonen, will Umweltministerin Schulze Millionen Ölheizungen aus den Kellern verbannen. Die Sozialdemokratin ist überzeugt: „Nur die Appelle an die Vernunft genügen nicht.“

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          Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will ein Verbot von Ölheizungen zum Bestandteil des geplanten Klimapakets der Bundesregierung machen. „Was wir brauchen, ist ein Mix aus Verboten und Anreizen", sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). „Wir sollten zum Beispiel sagen: Für die nächsten zehn Jahre helfen wir euch beim Umrüsten alter Ölheizungen, danach sind sie komplett verboten. Anders wird es nicht gehen. Nur die Appelle an die Vernunft genügen nicht.“

          Die große Koalition will auf der Sitzung des Klimakabinetts in knapp zwei Wochen ein umfassendes Klimaschutzprogramm beschließen. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland derzeit zwischen fünf und sechs Millionen Ölheizungen, die Wärme für rund 20 Millionen Menschen liefern, vor allem in Einfamilienhäusern im ländlichen Raum. Als klimafreundliche Alternative gelten Gasheizungen oder Wärmepumpen. Der Gebäudebereich machten neben dem Verkehrssektor bislang die geringsten Fortschritte bei der CO2-Einsparung.

          Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zuletzt eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen vorgeschlagen, ein komplettes Verbot verlangten bislang nur die Grünen.

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