https://www.faz.net/-gqe-9jwq9

Umweltministerin : Schulze will bundesweites Insektenschutzgesetz

  • Aktualisiert am

Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze will den Insektenschutz vorantreiben. Bild: EPA

In Bayern haben mehr als eine Million Bürger in einem Volksbegehren für mehr Artenschutz gestimmt. Jetzt will Umweltministerin Schulze das Vorhaben auf ganz Deutschland ausweiten.

          1 Min.

          Nach dem bayerischen Volksbegehren für mehr Artenschutz will Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ein deutschlandweites Insektenschutz-Gesetz beschließen lassen. „Wir Menschen brauchen die Insekten. Sie verdienen Schutz durch ein eigenes Gesetz“, sagt Schulze zu Bild am Sonntag. „Damit schützen wir nicht nur Hirschkäfer und Erdhummeln, sondern vor allem uns selbst.“

          Das Insektenschutzgesetz ist ein zentraler Punkt ihres „Aktionsprogramms Insektenschutz“, das Schulze im April ins Kabinett bringen will. Außerdem sieht der Maßnahmenkatalog vor, dass der Bund jährlich 100 Millionen Euro zusätzlich für den Insektenschutz ausgibt, davon 25 Millionen Euro für die Insekten-Forschung. Bis zum Jahr 2050 sollen nach Schulzes Plänen keine neuen Flächen mehr für Wohngebiete und Straßen versiegelt werden, für Pestizide sollen strengere Auflagen gelten und das Pflanzenschutzmittel Glyphosat soll bis 2023 komplett verboten werden.

          Mit dem Aktionsprogramm legt sich Schulze mit dem Landwirtschaftsministerium an. „Die Landwirtschaft bekommt Milliarden an staatlichen Mitteln. Diese will ich nutzen für ­Lösungen, die das Überleben der Insekten und der Land­wirte sichern“, so die Ministerin.

          Weitere Themen

          Würdigung des Namensgebers Willy Brandt Video-Seite öffnen

          Eröffnung des BER : Würdigung des Namensgebers Willy Brandt

          Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des neuen Berliner Flughafens BER ist eine Gedenkwand für den Namensgeber Willy Brandt enthüllt worden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller spendete warme Worte an das Team rund um den Bau des Flughafens. Es hatte viel Spott über sich ergehen lassen müssen.

          Topmeldungen

          Der BER ist fertig : Ein Wunder zur Unzeit

          Der neue Hauptstadtflughafen nimmt den Betrieb auf – 14 Jahre nach dem ersten Spatenstich und acht Jahre nach Plan. Die Liste der Lehren aus dem Desaster ist lang.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.