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UMTS : Kooperation bringt Milliardeneinsparung

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Sechs Lizenznehmer, zwei Kooperationen

Sechs Lizenznehmer, zwei Kooperationen Bild: dpa

E-Plus und 3G-Group kooperieren beim UMTS-Aufbau, um die finanziellen Belastungen zu schmälern.

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          Am Freitag gaben die UMTS-Lizenznehmer E-Plus und Group 3G bekannt, beim Netzaufbau zusammenarbeiten zu wollen. Nach dem vor wenigen Wochen angekündigten Bündnis zwischen der Deutschen Telekom und Viag Interkom sind damit nur mehr zwei UMTS-Lizenznehmer ohne Partner.

          Vereinbart wurde nicht nur das Teilen von Antennenstandorten, sondern auch die gemeinsame Nutzung von Kabel, Sende- und Empfangsanlagen sowie der Steuerungseinheiten für die Sendeanlagen. Dadurch soll über die nächsten Jahre rund eine Milliarde Mark eingespart werden. Bei den Betriebskosten werden die Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich liegen, teilte ein Sprecher von E-Plus mit. Genauere Zahlen wollte er gegenüber FAZ.NET nicht nennen.

          Kooperation nach Regulator-Auflage

          Die Zusammenarbeit wird strikt nach den Bestimmungen des UMTS-Regulators ausgerichtet. „Wir halten uns streng an die Auflagen“, betonte Matthias Andreesen Viegas, Pressesprecher der 3G Group. Ende Juni hatte die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) genauer ausformuliert, wie Kooperationen zwischen Lizenznehmern aussehen können. Demnach können beim Netzaufbau Grundstücke, Masten, Antennen, Kabel und Combiner gemeinsam genutzt werden. Entscheidend ist dabei, dass die Partner wirtschaftlich getrennt agieren, weil jedes Unternehmen nur eine Lizenz haben kann. Nicht erlaubt wäre beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Kundendaten.

          Zusammenarbeit mit Behörde

          E-Plus und 3G-Group haben dies nicht vor. „Die beiden Unternehmen haben uns gegenüber angezeigt, dass sie mit uns kooperieren wollen und haben entsprechende Unterlagen zur Verfügung gestellt“, sagte Rudolf Boll, Pressesprecher der RegTP, gegenüber FAZ.NET.

          Offen für Dritten

          Analysten sind von der Höhe der Einsparungen wenig überrascht. Sie lägen in jener Höhe, die bei solchen Kooperationen erwartet wird, meinte ein Experte. E-Plus und 3G Group haben bereits angekündigt, für einen dritten Partner offen zu sein. Nachdem Deutsche Telekom und Viag Interkom bereits kooperieren, bleiben da nur mehr zwei Mobil übrig: MobilCom und Vodafone.

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