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Telefonat mit dem Headhunter: So könnte ein Notizzettel aussehen. Bild: Archiv

Gute Geschäfte : Umsatzrekord für die Headhunter

Die Konjunktur boomt und damit auch das Geschäft der Headhunter. Im vergangenen Jahr ist ihr Umsatz erstmals über die 2-Milliarden-Euro-Marke gestiegen. Wo gab es den meisten Bedarf?

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          Das Geschäft der Personalberater blüht weiter auf. Der Gesamtumsatz der Headhunter-Branche ist in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals über die 2-Milliarden-Euro-Marke gestiegen. Der Markt wuchs mit 10,3 Prozent fast fünf Mal stärker als das Bruttoinlandsprodukt – auf 2,19 Milliarden Euro.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch wegen der boomenden Konjunktur klagen immer mehr Unternehmen darüber, Führungspositionen nicht mehr so einfach besetzen zu können und lassen sich bei der Suche nach geeigneten Kandidaten daher von Personalberatern helfen. Für die Branche ist es das achte Wachstumsjahr in Folge.

          Insgesamt haben Personalberater in Deutschland im vergangenen Jahr rund 68.000 Posten besetzt, so viele wie noch nie zuvor. Das gab der Bundesverband der Deutschen Unternehmensberater (BDU) auf dem Personalberatertag in Königswinter bekannt.

          Stark im Maschinenbau und im Gesundheitswesen

          Traditionell stark im Geschäft sind Personalberater im Maschinenbau und dem Gesundheitswesen. Im vergangenen Jahr haben die Vermittlungen besonders in der Versicherungsbranche zugenommen, aber auch in der Telekommunikation und im öffentlichen Sektor: „Regierungswechsel sind für manche Personalberater ein sehr gutes Geschäft“, sagte Wolfgang Tröger, der Vorsitzende des Fachverbands Personalberatung im BDU.

          Die von den Personalberatern besetzten Stellen hatten dabei ein durchschnittliches Brutto-Jahreseinkommen von durchschnittlich 155.000 Euro. Auch die Honorare, die die Personalberater für eine erfolgreiche Stellenbesetzung erhalten, sind zuletzt wieder leicht gestiegen, nachdem es einige Jahre etwas bergab ging:

          Im Schnitt bekommen Personalberater derzeit im Falle einer erfolgreichen Vermittlung ein Honorar in Höhe von 26 Prozent des Brutto-Jahresgehalts (einschließlich Bonus) der besetzten Stelle. Vor 10 Jahren seien es noch rund 33 Prozent gewesen, sagte BDU-Vizepräsidentin Regina Ruppert, nach einem Rückgang habe sich die Honorarentwicklung in den vergangenen beiden Jahren aber wieder stabilisiert.

          Wegen des Erfolgs der Personalberaterbranche drängen zunehmend neue Wettbewerber in den Markt. Bislang nutzen viele Personalberater Online-Netzwerke wie Xing und Linkedin bei der Suche nach geeigneten Führungskräften. Die Plattformen treten aber zunehmend auch als Wettbewerber auf, indem sie Unternehmen direkt Hilfe bei der Personalsuche anbieten.

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