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Umgang mit Hongkong : Wie viel Moral braucht ein Manager?

Siemens-Chef Joe Kaeser ist für deutliche Worte bekannt. Bild: EPA

Zu politisch brisanten Themen sollen Unternehmenschefs Haltung zeigen. Doch wer sich moralisch überhöht, kann tief fallen. Am Beispiel Hongkong wird das besonders deutlich.

          Eines kann man Joe Kaeser in der Regel nicht vorwerfen: Dass er sich in heiklen Fragen um eine Meinung drücken würde. Der Vorstandsvorsitzende von Siemens hat mehrfach unzweideutig zur AfD Stellung bezogen und damit teils harsche Reaktionen provoziert – bis hin zur Morddrohung. Als Person schärft Kaeser mit solchen Äußerungen sein Profil. Und er dürfte nicht zufällig zu den wenigen Dax-Chefs zählen, deren Namen den Menschen auf der Straße noch einfallen. Für Unternehmen ist es dagegen oft problematisch, wenn der Chef jenseits des Kerngeschäfts klare Kante zeigt. Spricht da noch der höchste Unternehmensrepräsentant oder handelt es sich schon um eine private Meinung? Die Grenzen sind oft fließend.

          Noch kniffliger wird es für Manager, wenn sich die Gretchenfrage im Ausland stellt: Wie halten sie es mit der Moral? Die Antwort ist simpel: Man muss sich die Moral leisten können. Es ist für Konzernbosse relativ risikolos, den Diktator eines wirtschaftlich unbedeutenden Entwicklungslandes für seine Fehltritte zu ermahnen. Geht es dagegen um die vermeintlichen Verfehlungen eines sehr wichtigen Handelspartners, wird die Sache schon deutlich komplizierter.

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          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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