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Kriminalität : Einladung an Diebesbanden

Ladendiebstahl nimmt zu - nun schlägt der Einzelhandel Alarm. Bild: dpa

Ladendiebstahl, Autoklau, Wohnungseinbruch: Immer mehr Menschen haben den Eindruck, dass sie im Alltag nicht mehr sicher sind.

          In weiten Teilen Deutschlands breitet sich das Gefühl aus, dass im alltäglichen Leben die körperliche Unversehrtheit nicht mehr garantiert und das Eigentum nicht mehr sicher ist. Das hat mit der tatsächlichen Zunahme der Kriminalität zu tun, die mit der Migration gewachsen ist. Aber das wachsende Gefühl der Bedrohung hat auch damit zu tun, wie darüber gesprochen, berichtet und damit umgegangen wird.

          Wer glaubt eigentlich, man täte den vielen friedfertigen Flüchtlingen aus Syrien oder dem Irak einen Gefallen, wenn man sie statistisch in einen Topf mit den berüchtigten Nafris wirft? Nicht nur in Köln mehrt diese durch die Willkommenspolitik der Bundesregierung stark wachsende Gruppe von Intensivtätern aus Nordafrika ihren zweifelhaften Ruf, den Rechtsstaat und seine Ordnungskräfte zu verachten.

          Warum immer mehr Maghrebiner nach Deutschland kommen und hier bleiben dürfen, obwohl sie nur sehr selten als Asylbewerber anerkannt werden, verstehe, wer will. Dass aus Nordafrika obendrein noch überproportional viele „Gefährder“ stammen, denen die Ermittlungsbehörden islamistische Terroranschläge zutrauen, macht die Sache nicht besser.

          Folgenschwere Haltung gegenüber Ladendiebstählen

          Die Ermittler wissen auch, auf wessen Konto die zahlreichen Einbrüche in Häuser und Wohnungen gehen. Die oft streng organisierten Einbrecherbanden stammen meist aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Mit Glück wird hin und wieder einer der Ganoven beim Bruch mit seiner Beute geschnappt. Doch selbst dann sorgt die Justiz oft dafür, dass er schon bald wieder auf freiem Fuß ist.

          Das frustriert die Polizisten und motiviert die Diebe. Ähnlich verhält es sich mit dem organisierten Autodiebstahl, der eine regelrechte Plage ist. Und was bekommt der geplagte Autobesitzer zu hören, wenn er den dritten Diebstahl seines Außenspiegels wegen der Versicherung bei der Polizei meldet? „Warum fahren Sie auch einen BMW!“

          Der deutsche Einzelhandel schlägt jetzt Alarm, weil auch der Ladendiebstahl untragbare Ausmaße annimmt. Es ist ein Skandal, dass dieser von vielen Staatsanwälten und Richtern als Bagatelle angesehen wird. Mit dieser Haltung machen alle Beteiligten gewerbsmäßigen Ladendiebstahl zum nahezu risikolosen Geschäft. Sie laden damit Diebesbanden geradezu ein – und machen sich mitschuldig. Bevor der gesellschaftliche Zusammenhalt bedroht wird, müssen Regierungen im Bund und in den Ländern Justiz und Ermittlungsbehörden in die Lage versetzen, den Rechtsstaat zu verteidigen. Toleranz ist da fehl am Platz.

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