https://www.faz.net/-gqe-7op8q

Umfrage : Top-Manager sind Politikern unbekannt

  • Aktualisiert am

Fast die Hälfte der befragten Abgeordneten kennt Commerzbank-Chef Martin Blessing nicht, obwohl der Bund die Bank in der Finanzkrise mit Milliardenhilfen stützen musste und das Institut sogar teilverstaatlicht wurde. Bild: dpa

Eine Umfrage hat eine Wissenslücke bei vielen Bundestagsabgeordneten offenbart: Sie können mit den Namen der Chefs von Deutschlands größten Unternehmen oft nur wenig anfangen.

          Die Namen der Chefs von Deutschlands größten Unternehmen sind einer Umfrage zufolge vielen Politikern nicht geläufig. Demnach weiß nur etwa jeder vierte politische Entscheidungsträger in Berlin, dass der Vorstandschef von BASF - immerhin das größte Chemieunternehmen der Welt - Kurt Bock heißt. Den Namen von ThyssenKrupp -Chef Heinrich Hiesinger können nur 21 Prozent zuordnen. Das ergab eine Umfrage des Center of Political Economy and Society (Copes) zusammen mit der Quadriga Hochschule Berlin, über die das „Handelsblatt“ (Freitag) berichtet. Beteiligt haben sich 100 Bundestagsabgeordnete, beamtete Staatssekretäre sowie Abteilungsleiter quer durch alle Ministerien.

          Nur gut die Hälfte der Politiker kennt dem Bericht zufolge Martin Blessing, den Spitzenmanager der Commerzbank , an der der deutsche Staat sogar beteiligt ist.

          Lediglich Bahnchef Rüdiger Grube und sein Vorgänger Hartmut Mehdorn, heute Chef des noch nicht eröffneten Berliner Flughafens, erzielten beim Bekanntheitsgrad mit mehr als 90 Prozent Bestwerte. Copes-Geschäftsführer Hans Ulrich Helzer sprach angesichts der Umfrage-Ergebnisse von „einer wachsenden Entfremdung zwischen Politik und Wirtschaft“.

          Weitere Themen

          Alles auf Wiederaufbau Video-Seite öffnen

          Ölkonzern in Saudi-Arabien : Alles auf Wiederaufbau

          Der Ölkonzern Saudi Aramco will die Produktion in Churais nach den Drohnenangriffen bis Monatsende wieder voll aufnehmen. Rund um die Uhr arbeiten Mitarbeiter am Wiederaufbau.

          Topmeldungen

          Klimastreik in Berlin : Rackete for Future

          Beim großen Klimastreik in Berlin überlassen die Aktivisten von „Fridays for Future“ anderen die Bühne. Es sollte der Auftakt sein für ein breites gesellschaftliches Bündnis. Doch noch prallen Welten aufeinander.
          Ihnen reicht der Kompromiss nicht: Wie in Berlin demonstrierten Hunderttausende

          Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.
          Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Adam Schiff von der Demokratischen Partei, am Donnerstag im Kongress

          Whistleblower belastet Trump : Die Spur führt nach Kiew

          Ein Mitarbeiter des Geheimdienstes macht Donald Trump schwere Vorwürfe. Dessen Regierung versuchte, die Informationen des Whistleblowers zu unterdrücken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.