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Ukraine verärgert : Türkei lässt russischen Getreidefrachter frei

Der Getreidefrachter Zhibek Zholy ist wieder frei. Bild: Getty

Am vergangenen Wochenende setzte die Türkei einen russischen Frachter mit Tausenden Tonnen Getreide an Bord fest, das laut Kiew aus der Ukraine stammt. Nun lässt die Türkei das Schiff wieder frei – zum Unmut der Ukrainer.

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          Die Türkei hat den am Wochenende auf Verlangen der Ukraine vor der türkischen Küste festgesetzten russischen Getreidefrachter Zhibek Zholy wieder freigelassen. Das Schiff befand sich nach Daten von Internet-Schifffahrtstrackern am Donnerstag auf der Fahrt nach Russland. Die Regierung in Kiew hatte erklärt, die gut 7000 Tonnen Getreide auf dem Schiff stammten aus den von Russland besetzten Gebieten und seien der Ukraine gestohlen worden.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Türkische Beamte hatten zu Wochenbeginn gesagt, sie würden den Fall untersuchen. Russland wiederum hatte dementiert, dass das vor dem türkischen Hafen Karasu ankernde Schiff Diebesgut transportiere, wie auch, dass es dort festgehalten werde.

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