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Ukraine-Krise : Sanktionen gegen russische Privatpersonen offenbar fast wirkungslos

  • Aktualisiert am

Der Präsidenten der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, muss ohne seine Rennpferde in Deutschland auskommen. Bild: Reuters

Die EU-Staaten haben kaum Vermögen von Personen auf der russischen Sanktionsliste eingefroren. Medienberichten zufolge soll Schweden gerade einmal 200 Euro gesperrt haben, Deutschland lässt unter anderem zwei Rennpferde nicht mehr zu Turnieren zu.

          Die wegen der Verstrickung Moskaus in die Ukraine-Krise verhängten Sanktionen der EU gegen russische Privatpersonen sind nach Medienberichten fast wirkungslos. In mindestens neun der 28 EU-Mitgliedstaaten seien keine Vermögenswerte von Individuen, Unternehmen und Organisationen auf der EU-Sanktionsliste eingefroren oder beschlagnahmt worden, berichtet die „Welt“. Grundlage ist eine Recherche der europäischen Zeitungsallianz LENA, zu der neben der „Welt“ noch „El País“, „La Repubblica“, „Le Figaro“, „Le Soir“ sowie „Tages-Anzeiger“ und „Tribune de Genève“ gehören.

          So teilten Spanien, Malta, Finnland, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Ungarn, Irland und Litauen auf Anfrage der Blätter mit, dass keinerlei Meldungen vorlägen. Auch in den meisten anderen Ländern mit Ausnahme Italiens seien die beschlagnahmten oder gesperrten Beträge sehr gering. In Schweden etwa betrage die Summe gesperrter Ressourcen gerade 200 Euro. Auf Zypern, das als unter Russen besonders beliebter Ort in der EU gilt, sind es weniger als 120.000 Euro, wie das dortige Außenministerium mitteilte.

          In Deutschland wurden demnach 124.346 Euro eingefroren. Auch zwei Rennpferde des Präsidenten der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, seien betroffen. Sie dürfen weder bei Wettrennen Preise gewinnen noch verkauft werden.

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