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Impfstoffproduktion : Biontech-Gründer: Verzicht auf geistiges Eigentum ist keine Lösung

  • Aktualisiert am

Ugur Sahin bringt die Vergabe von Lizenzen für den Corona-Impfstoff ins Spiel. Bild: Reuters

Um die Kapazitäten an Corona-Vakzinen zu steigern, will der Hersteller aus Mainz künftig Lizenzen an ausgewählte Unternehmen vergeben. Einen Verzicht auf die Patente, wie es die amerikanische Regierung vorschlägt, will Ugur Sahin dagegen vermeiden.

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          Der Verzicht auf geistige Eigentumsrechte ist nach Einschätzung von Biontech-Chef Ugur Sahin nicht der richtige Weg, um die Produktion von Covid-19-Impfstoffen zu erhöhen. „Das ist keine Lösung“, sagte Sahin am Mittwoch bei einer Veranstaltung des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland. Biontech setze auf enge Kooperationen mit ausgewählten Partnern, da sein Impfstoff schwierig herzustellen sei.

          „Es gibt Möglichkeiten, die wir erwägen, dass wir spezielle Lizenzen vergeben für kompetente Hersteller.“ Das stelle die Qualität des Vakzins sicher. Die Produktion durch Lizenznehmer könnte aber frühestens gegen Ende des Jahres einen Beitrag leisten.

          Die amerikanische Regierung hatte den Verzicht auf geistige Eigentumsrechte ins Spiel gebracht, um die Impfstoffproduktion zu erhöhen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, hatte es am Dienstag aus dem Weißen Haus geheißen.

          Zulassung in China im Sommer

          Sahin sagte, es sei wichtig, dass in der EU hergestellte Impfstoffe auch in andere Teile der Welt exportiert würden. Er rechnet damit, dass in der EU Herdenimmunität bis Ende des Sommers erreicht werden könne. Es habe aber wenig Nutzen, wenn Europa sicher sei und das Virus in anderen Regionen weiter wüte. Eine Zulassung seines Impfstoffs in China erwartet Sahin bis spätestens Juli. Dort kooperiert Biontech mit Fosun Pharma, außerhalb der Volksrepublik arbeitet Biontech mit dem Pharmakonzern Pfizer zusammen.

          Zu Berichten über Fälle von Herzmuskelentzündungen aus Israel nach der Impfung mit seinem Covid-19-Impfstoff sagte Sahin, das Unternehmen gehe diesen nach. Bisher gebe es aber keine Hinweise auf ein ungewöhnliches Auftreten und gehäufte Fälle von Herzmuskelentzündungen. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA erklärte am Mittwoch, es gebe keine Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Vakzins und Herzmuskelentzündungen basierend auf den Daten aus Großbritannien. Auch die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hatte schon erklärt, keinen Zusammenhang zu sehen.

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