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Tarifkonflikt : Warum Ufo nun Eurowings statt Lufthansa bestreikt

Eine Flugbegleiterin auf einer Kundgebung vor dem Unternehmenssitz von Eurowings Bild: dpa

Lufthansa will Flugbegleitern außertariflich mehr zahlen. Für die Gewerkschaft Ufo ist der Konflikt damit nicht beendet, denn es geht um ihren Einfluss im Konzern und um ihre Zukunft.

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          Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter am Sonntag fällt aus, stattdessen ruft die Flugbegleitergewerkschaft Ufo die Beschäftigten von anderen Betriebe im Lufthansa-Konzern zum Ausstand auf. Vor diesem Schritt der Gewerkschaft hatten sich am Freitagnachmittag die Ereignisse überschlagen. Zunächst kündigte Ufo an, am Sonntag bis 11 Uhr nicht nur die Marke Lufthansa, sondern auch Eurowings, Germanwings, Lufthansa City Line sowie den Urlaubsflieger Sun Express Deutschland bestreiken zu wollen. Dann konterte der Konzern und kündigte eine außertarifliche Gehaltserhöhung für Lufthansa-Flugbegleiter. Es gebe „eine einseitige Vergütungserhöhung um 2 Prozent rückwirkend zum 1. Juli 2019“, heißt es in einem Mitarbeiterrundschreiben, das der F.A.Z. vorliegt. Daraufhin sagte Ufo den Ausstand bei der Kernmarke Lufthansa ab.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Lufthansa scheint im Verlauf der letzten zwei Wochen begriffen zu haben, dass die Kabine sich weder durch mögliche disziplinarische Maßnahmen einschüchtern noch durch juristische Spitzfindigkeiten verwirren lässt", teilte Ufo dazu mit. Der Konflikt zwischen der Gewerkschaft und dem Konzern ist damit aber nicht beigelegt. Dass der Ausstand für die anderen Konzernbetriebe nicht abgesagt wird, ist ein deutliches Zeichen dafür. Zudem spricht Ufo lediglich davon, dass eine „erste Tarifforderung“ erfüllt sei.

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