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„Gig Economy“ : Uber und Lyft scheitern vor Gericht

Die Fahrer von Uber und Lyft sollen als festangestellte Mitarbeiter eingestuft werden Bild: Reuters

Die Fahrer der Dienstleister müssen als festangestellte Mitarbeiter eingestuft werden. Ubers Vorstandschef möchte sich gegen die finanzielle Belastung zur Wehr setzen und schlägt einen Kompromiss vor.

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          NEW YORK. Die beiden Chauffeurdienste Uber und Lyft sollen ihre Fahrer als Mitarbeiter einstufen und nicht als freie Dienstleister. Das hat jetzt ein Richter in San Francisco entschieden. Er fügte den Unternehmen damit eine schwere Niederlage in einer Auseinandersetzung zu, die als Bedrohung für ihr Geschäft gilt. Kalifornien und andere amerikanische Bundesstaaten versuchen die Fahrdienste dazu zu bringen, Fahrern den Status als festangestellte Mitarbeiter zu geben und ihnen entsprechende Sozialleistungen zu gewähren. Dies würde sich wohl in höheren Kosten für Uber und Lyft niederschlagen, die Unternehmen kämpfen mit aller Macht dagegen. Sie haben umgehend angekündigt, gegen das Urteil in Kalifornien Berufung einzulegen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          In dem Bundesstaat gilt seit Anfang des Jahres ein Gesetz, das Uber, Lyft und anderen Vertretern der sogenannten „Gig Economy“ vorschreibt, ihre Fahrer wie Mitarbeiter zu behandeln. Uber und Lyft haben versucht, dieses Gesetz zu verhindern, und versuchen auch weiterhin, es zu umgehen. Sie unterstützen einen Bürgerentscheid bei den Wahlen im November, der sie von dem Gesetz ausnehmen würde. Im Mai wurden sie von der Generalstaatsanwaltschaft in Kalifornien unter Berufung auf das neue Gesetz verklagt. Der Richter in San Francisco schlug sich mit seiner Entscheidung auf die Seite der Kläger. Er wies die Argumentation der Unternehmen zurück, in erster Linie Technologie-Plattformen zu sein und nicht Transportdienstleister.

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