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Twitter-Debatte : Warum der Tankrabatt so unterschätzt wurde

Noch gut drei Wochen gilt der Tankrabatt. Bild: dpa

Noch bevor die Steuern auf Kraftstoffe gesenkt wurden, schlug in den sozialen Medien die Empörung hoch. Eine Analyse zeigt, dass dabei Fachleute wenig Beachtung fanden, pointierte Einzelstimmen und Aktivisten aber umso mehr.

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          Die Russland-Embargos steigern den Spritpreis, also senkt der Staat die Steuern zumindest für eine gewisse Zeit: Das ist die Idee hinter dem Tankrabatt. Beliebt war sie nie. Doch auf Twitter schlug die Debatte ganz besondere Volten, wie ein Bericht des Medienanalyse-Hauses Unicepta für die F.A.S. zeigt. Die Analyse weist so manche Übertreibung und Fehlinformation nach, die auch darauf zurückzuführen ist, dass sich Experten an der Twitter-Debatte kaum beteiligten.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dabei war Twitter nicht unwichtig für die deutsche Diskussion über den Tankrabatt. Dort begann die Empörung, bevor sie über Politik und Medien in der allgemeinen Öffentlichkeit ankam. Sicher: Grundsätzliche Kritik am Tankrabatt hatte es schon vorher gegeben. Er nutzt eher reichen Leuten als armen – und sowieso setzt es die falschen Anreize, in einer Mangelzeit Sprit auch noch billiger zu machen.

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