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Turbulenzen an der Börse : Die EZB hält Kurs

Die EZB will die Zinsen derzeit nicht senken Bild: dpa

Rund um die Welt fallen die Aktienkurse. Mit einer verzweifelten Senkung der Leitzinsen versucht die amerikanische Notenbank, die Lage zu stabilisieren. Die Europäische Zentralbank hat dagegen alle Hoffnung der Börsianer auf eine rasche Senkung der Leitzinsen gedämpft. Mit gutem Grund.

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          Die Reaktionen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Fed auf die Kursstürze am Aktienmarkt und die Furcht vor einem Wirtschaftsabschwung verdienen Beachtung. Während die Fed mit einer verzweifelten Senkung ihrer Leitzinsen um 0,75 Prozentpunkte versucht, die Wirtschaft und die Börse in Amerika zu stabilisieren, hält die EZB Kurs.

          Ihr Präsident Jean-Claude Trichet hat am Mittwoch alle Hoffnung der europäischen Börsianer auf eine rasche Senkung der Leitzinsen mit der Bemerkung gedämpft, Aufgabe der Geldpolitik bleibe die Kontrolle der Inflation.

          Bedenkliche Hektik

          Die EZB besitzt gute Gründe, die Schalmeienklänge der Börse zu ignorieren und sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu besinnen. Wohin es führen kann, wenn eine Zentralbank den Eindruck erweckt, den Aktienmärkten zu folgen, zeigt das Beispiel der Fed. Schon bauen sich an den Finanzmärkten Erwartungen auf, die Fed werde in naher Zukunft ihre Zinsen noch einmal senken.

          Dass die Zentralbank angesichts der Verschlechterung der Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten die Zinsen senkt, ist im Grundsatz richtig. Die Hektik, mit der dies geschieht, zeugt jedoch von einem Mangel an Souveränität, der bedenklich stimmt.

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