Zahlt die EU nicht pünktlich? :
Türkei will schneller ans Geld aus dem Flüchtlingspakt

Von Christian Geinitz, Ankara
Lesezeit: 3 Min.
Kinder stehen hinter einem Zaun in einem Flüchtlingslager in der türkischen Grenzstadt Gaziantep (Archivbild).
Die Türkei beklagt, dass sie bisher zu wenig Geld aus dem Flüchtlings-Deal erhält. Aus Brüssel kommt eine Begründung, wie sie wohl nur die EU liefern kann.

Die Türkei fühlt sich in der Flüchtlingskrise von der Europäischen Union alleingelassen. Von den bis 2018 versprochenen 6 Milliarden Euro zur Hilfe syrischer Flüchtlinge seien bisher kaum 850 Millionen Euro geflossen, kritisierte der Sprecher und Berater des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, vor eingeladenen deutschen Journalisten in Ankara. Er verwies darauf, dass mehr als 3 Millionen Flüchtlinge in der Türkei lebten, mehr als in jedem anderen Land: „Wir haben unseren Teil des Migrationsvertrags eingehalten, aber leider lässt sich die EU Zeit.“

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