https://www.faz.net/-gqe-78vqp

Türkei : Fraport unterliegt mit Angebot für Istanbuler Großflughafen

  • Aktualisiert am

Der Himmel über Istanbul: Die Stadt bekommt einen dritten Flughafen. Bild: AP

In Istanbul soll der größte Flughafen der Welt gebaut werden und im Jahr 2017 eröffnen. Wer ihn bauen und betreiben soll, wurde jetzt in der Türkei entschieden. Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport ging leer aus.

          Im Bieterwettbewerb um den neuen Großflughafen der türkischen Metropole Istanbul ist der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport nicht zum Zug gekommen. Fraport habe ein sehr gutes Angebot und ein strategisches Konzept vorgelegt, habe die Auktion aber nicht gewonnen, sagte ein Fraport-Sprecher auf Anfrage. Das Gebot, über das die türkische Regierung am Freitag entschieden hatte, war gemeinsam mit einem türkischen Partner abgegeben worden.

          Ein türkisches Konsortium soll nun den neuen Riesenflughafen am Rand der Metropole Istanbul bauen und betreiben. Das Rennen um den Zuschlag habe die Gruppe Cengiz-Kolin-Limak-Mapa-Kalyon gemacht, berichteten türkische Medien. Das Konsortium habe mehr als 22,1 Milliarden Euro geboten, um den Flughafen für 25 Jahre betreiben zu können und damit Angebote des Frankfurter Flughafenbetreibers und zweier weiterer Mitbieter übertroffen.

          Der neue Flughafen soll auf der europäischen Seite der Stadt an der Küste des Schwarzen Meeres gebaut werden. Mit sechs Start- und Landebahnen soll der Airport später bis zu 150 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen können und damit ein Drehkreuz der internationalen Luftfahrt werden. In etwa vier Jahren soll nach dem Abschluss einer ersten Bauphase mit dem Betrieb begonnen werden. Istanbul hat bereits zwei internationale Flughäfen.

          Fraport ist bei mehreren Flughäfen weltweit engagiert. Teilweise ist das Unternehmen an den Airports beteiligt, zum Teil handelt es sich um Beratungs- und Managementprojekte.

          Weitere Themen

          Das Bier fließt wieder

          2018 wurde mehr Bier verkauft : Das Bier fließt wieder

          8 Milliarden Euro Umsatz mit 6,1 Milliarden Liter Bier – die Deutschen kaufen viel Bier im Supermarkt. Erstmals seit Jahren ist der Umsatz wieder gestiegen, auch wenn manche Sorten ein Imageproblem haben.

          Topmeldungen

          Anschläge in Sri Lanka : Massenmord an Ostersonntag

          Die Anschläge von Sri Lanka fügen sich ein in das Bild einer neuen terroristischen Internationale, die ihre Taten „ankündigt“. Das müssen die Sicherheitsbehörden ernst nehmen, um der schieren Mordlust zu begegnen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.