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Protektionismus : Trumps Handelsminister: Denke über Schutz der Chip-Branche nach

  • Aktualisiert am

Wilbur Ross ist Handelsminister von Donald Trump. Bild: dpa

Amerika hat gerade Zölle gegen auch gegen deutsche Stahlhersteller verhängt. Die Regierung hat offenbar weitere Branchen im Auge.

          Nachdem sie Schutzmaßnahmen für die heimische Stahlindustrie ergriffen hat, droht die amerikanische Regierung nun damit, auch in anderen Branchen zu ähnlichen Instrumenten zu greifen. Handelsminister Wilbur Ross sagte, er denke über die Chip-Branche, den Schiffsbau und die Aluminium-Hersteller nach. Diese Branchen seien möglicherweise ebenso für eine Prüfung geeignet, ob Einfuhren in diesen Bereichen die nationale Sicherheit beeinträchtigten, sagte der frühere Hedgefondsmanager dem „Wall Street Journal“.

          Präsident Donald Trump hatte kürzlich per Dekret eine solche Prüfung für die Stahlindustrie angeordnet. Dies basiert auf einem Gesetz, das laut der Regierung Einfuhrbeschränkungen aus Gründen der nationalen Sicherheit erlaubt. Beim Stahl könne dies für die Panzerung von Schiffen zutreffen.

          Ross kündigte zugleich eine weitere mögliche Kehrtwende der Regierung an: Er erwäge, Verhandlungen über Handelsabkommen sowohl mit der EU als auch mit China wieder aufzunehmen. Auch die Gespräche über ein Handelsabkommen mit Südkorea könnten wieder aufgenommen werden. Die Neuverhandlungen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta mit Mexiko und Kanada sollten bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

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