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Überraschend gute Zahlen : Chinas Außenhandel zieht an

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Im Januar herrschte wohl auch am Containerhafen in Peking reichlich Betrieb. Bild: Picture-Alliance

Die Exporte der Volksrepublik sind zum Jahresbeginn überraschend stark gestiegen. Bei Donald Trump dürfte das gar nicht gut ankommen.

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          Deutschland hat 2016 einen Rekordexportüberschuss erwirtschaftet. Derweil hat China hat einen unerwartet guten Start ins Jahr erwischt. Die Ausfuhren wuchsen im Januar um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so kräftig wie seit knapp einem Jahr nicht mehr, wie die Zollbehörde am Freitag mitteilte. Das Plus fiel mehr als doppelt so stark aus wie von Analysten vorhergesagt.

          Die Importe wuchsen mit 16,7 Prozent sogar so kräftig wie seit vier Jahren nicht mehr, befeuert vom Bauboom und der damit einhergehenden stärkeren Nachfrage nach Kupfer, Stahl und anderen Gütern. Die Exporte übertrafen die Importe um mehr als 51 Milliarden Dollar.

          Dieser Handelsüberschuss ist  Donald Trump ein Dorn im Auge. Er wirft der Volksrepublik vor, sich mit manipulierten Währungskursen Vorteile zulasten Amerikas zu erschleichen und droht mit Gegenmaßnahmen wie Importzöllen. „Chinas Handelsdaten dürften in der ersten Jahreshälfte ziemlich gut laufen“, sagte Analyst Louis Kuijs vom Analysehaus Oxford Economics in Hongkong.

          Zeichen der Entspannung

          „Wir haben aber Sorge angesichts der amerikanischen Handelspolitik, die zweifellos protektionistischer werden wird. Damit ist offensichtlich, dass das Klima für Exporte in Amerika in den kommenden Jahren viel rauer wird.“ Nach amerikanischen Daten lag Chinas Überschuss im Handel mit den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr bei 347 Milliarden Dollar.

          Es gibt aber auch Zeichen der Entspannung zwischen Washington und Peking. Trump sicherte ein Festhalten an der „Ein-China-Politik“ seiner Vorgänger zu. Der Republikaner habe in einem Telefonat dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf Anfrage hin versichert, diesen Kurs beizubehalten, erklärte das Präsidialamt. Scharfe Angriffe auf China im Wahlkampf und ein Telefonat Trumps mit der Regierungschefin von Taiwan nach seinem Sieg hatten in Peking für Verstimmung gesorgt. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

          Die Volksrepublik macht nach jahrelangem Boom eine Konjunkturabkühlung zu schaffen. Zuletzt gab es aber vermehrt Signale, dass sich die nach Amerika zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stabilisiert. Im vergangenen Jahr waren die Exporte um 7,7 Prozent und die Einfuhren um 5,5 Prozent gesunken.

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