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Nach Donald Trumps Wahlsieg : Ist TTIP jetzt „faktisch tot“?

EU-Kommissionspräsident Juncker Bild: dpa

Die Ablehnung von Freihandelsabkommen war eine zentrale Botschaft während Trumps Wahlkampf. Was bedeutet das für TTIP? In Brüssel will man das Abkommen jedenfalls nicht beerdigen.

          Auch am Tag nach dem Wahlsieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump überwiegt bei vielen Kommentatoren die Unsicherheit, welche Politik Trump nach seinem Einzug ins Weiße Haus im Januar verfolgen wird. Manche seiner Aussagen im Wahlkampf waren widersprüchlich, anderes lässt sich kaum umsetzen. In einem Punkt jedoch sind sich beinahe alle einig: das geplante EU-Freihandelsabkommens mit den Vereinigten Staaten TTIP dürfte mit dem Sieg Trumps kaum noch Chancen auf eine Umsetzung haben. Zu sehr hat die Kritik am Freihandel und der Globalisierung den Wahlkampf des neuen Präsidenten geprägt.

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          In Brüssel will bisher dennoch niemand das Ende von TTIP ausrufen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker forderte Trump noch am Donnerstag auf, schnell Klarheit über seine politischen Ziele zu schaffen. „Wir möchten wissen, wie es mit der globalen Handelspolitik weitergeht“, sagte er. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström setzte unterdessen in ihrer ersten Reaktion auf den Wahlausgang ihre ganze Hoffnung darin, dass TTIP selbst im Wahlkampf keine herausgehobene Rolle gespielt habe.

          Im Übrigen ändere sich nichts daran, dass es auf beiden Seiten des Atlantiks ein großes Interesse an einer engen wirtschaftliche Kooperation gebe, heißt es aus der Europäischen Kommission begleitend. Tatsächlich aber können gerade die mit TTIP befassten Beamten in der Kommission kaum verhehlen, dass der Wahlausgang für sie ein besonders großer Schock ist.

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